05 September 2008

 

Risikostreuung Nr. I

oder: Handeln Sie entgegen der Devise: Weniger ist mehr!

Was meine ich damit? Nun, ich kenne genügend Klein-Aktionäre, die Ihr Depot nur mit Aktien einer einzigen Aktiengesellschaft auffüllen. Das reicht - das ist genug - die Firma ist gut - wird schon schief gehen! Wenn es dieser Firma schlecht geht - wenn sie gar den Bach runter gehen sollte - dann gehen diese Leute mit - getreu dem Motto: Bis in den Tod!

Und selbst bei einem freundlichen Hinweis darauf, dass dies eine recht gefährliche Strategie sein könnte, lassen sich diese Leute nicht aus der Ruhe bringen. Warum sollten sie Ihre derzeitigen satten Gewinne mit einer weniger gewinnträchtigen AG teilen. Schließlich ergibt ja ein Gewinn von 30 % plus einem Gewinn von 20 % nur einen Durchschnittsgewinn von 25 % (bei gleicher Anlagesumme) - also 5 % Verlust!

Die Rechnung stimmt! Aber auch diese ist richtig! Gesetzt den Fall, dass die Superfirma Probleme bekommt und nur einen Gewinn von 5 % einfährt, die Risikostreuungsfirma aber immer noch mit 25 % dabei ist. Das wäre dann doch immer noch ein Durchschnittsgewinn von 15 % - also 10 % PLUS! Dabei hat die Lieblingsfirma in dieser Situation immer noch Gewinn gemacht – sie war noch nicht einmal im Minusbereich!

Nein - weniger ist in diesem Falle ganz und gar nicht mehr! Ich empfehle Ihnen, Ihr Aktiendepot mit mindestens 4 Werten zu bestücken. Besser fände ich Aktien von 6 verschiedenen Aktiengesellschaften. Sie werden dabei wieder ruhiger schlafen - und darauf kommt es uns doch an - oder?

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