08 September 2008
Risikostreuung Nr. II - Teil 1
oder: Bestimmen Sie, welche Firmenbranchen in der Vergangenheit "überlebenswichtig" waren und welche wohl auch in Zukunft "überlebenswichtig" sein werden?
Entschuldigung - ich bin mit der Tür ins Haus gefallen - habe über Risikostreuung geschrieben ohne den Begriff ausreichend zu erklären. Das will ich hiermit gleich nachholen und zwar ein weiteres mal mit einem Auszug aus meinem schon mehrfach erwähnten Aktienbuch. Dort habe ich geschrieben:
So weit, so gut! Im letzten Post sprach ich deshalb von 4 - 6 Werten in Ihrem Depot. Aber das ist nicht der Weisheit letzter Schluss, denn man kann auch hierbei kapitale Fehler begehen!
Nehmen wir einmal an, Sie sind ein richtiger Schumi-Fan gewesen. Natürlich heißt dies gleichzeitig, dass Sie ein Auto-Freak par Exelance sind - und deshalb bestücken Sie Ihr Depot getreu einer Super-Risikostreuung mit KFZ-Blue Chips Aktien. Es ist kein Problem aus der KFZ-Branche 5 Werte herauszusortieren!
Damit haben Sie doch alles richtig gemacht - oder etwa doch nicht?
Ihr Depot hätte fünf Werte enthalten - das Risiko wäre also auf fünf Unternehmen gestreut gewesen.
Wäre es wirklich klug verteilt gewesen? Ganz bestimmt nicht! Ihre Verliebtheit in Automobile gepaart mit Einfallslosigkeit in puncto wahrer Risikostreuung hätten Sie nicht nur im Jahre 2002 ein sattes Minus einfahren lassen!
Aber Sie hatten doch alles richtig gemacht? Sie hatten sich für fünf Blue Chips entschieden - das Risiko war dadurch gestreut – oder etwa nicht?
Wie schon angedeutet »JA« und »NEIN«! Auch wenn Sie 5 Giganten AGs ausgewählt haben, so heißt dies noch lange nicht, dass die Kurse bei allen Standardwerten immer nur steigen. Man muss ein wenig intelligenter an diese Geschichte herangehen!
Puhh - ein Glück habe ich nicht von Ihnen gesprochen. "Sie" war in diesem Fall irgendwer - nur nicht Sie! Noch einmal davon gekommen! Aber wo liegt nun der Fehler? Was genau beinhaltet nun die Risikostreuung Numero II?
Entschuldigung - ich bin mit der Tür ins Haus gefallen - habe über Risikostreuung geschrieben ohne den Begriff ausreichend zu erklären. Das will ich hiermit gleich nachholen und zwar ein weiteres mal mit einem Auszug aus meinem schon mehrfach erwähnten Aktienbuch. Dort habe ich geschrieben:
"Der Begriff »Risiko« wird im Zusammenhang mit Geldanlagen zweifach verwendet. Zum einen verbindet man damit das Risiko eines Kapitalverlustes / Totalverlustes, zum anderen jedoch das Schwankungsrisiko von Geldanlagen - in unserem Falle das Schwankungsrisiko von Aktienkursen.
Obwohl in unserer Betrachtung eher vom Schwankungsrisiko die Rede sein sollte, möchte ich doch den Begriff »Verlust« mit einbringen. Es ist nämlich sehr wohl möglich, mit einem oder mehreren Blue Chips das Risiko eines Verlustes von Kapital einzugehen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass dieses Risiko gestreut wird - dass es also auf mehrere Werte verteilt wird."
Obwohl in unserer Betrachtung eher vom Schwankungsrisiko die Rede sein sollte, möchte ich doch den Begriff »Verlust« mit einbringen. Es ist nämlich sehr wohl möglich, mit einem oder mehreren Blue Chips das Risiko eines Verlustes von Kapital einzugehen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass dieses Risiko gestreut wird - dass es also auf mehrere Werte verteilt wird."
So weit, so gut! Im letzten Post sprach ich deshalb von 4 - 6 Werten in Ihrem Depot. Aber das ist nicht der Weisheit letzter Schluss, denn man kann auch hierbei kapitale Fehler begehen!
Nehmen wir einmal an, Sie sind ein richtiger Schumi-Fan gewesen. Natürlich heißt dies gleichzeitig, dass Sie ein Auto-Freak par Exelance sind - und deshalb bestücken Sie Ihr Depot getreu einer Super-Risikostreuung mit KFZ-Blue Chips Aktien. Es ist kein Problem aus der KFZ-Branche 5 Werte herauszusortieren!
Damit haben Sie doch alles richtig gemacht - oder etwa doch nicht?
Ihr Depot hätte fünf Werte enthalten - das Risiko wäre also auf fünf Unternehmen gestreut gewesen.
Wäre es wirklich klug verteilt gewesen? Ganz bestimmt nicht! Ihre Verliebtheit in Automobile gepaart mit Einfallslosigkeit in puncto wahrer Risikostreuung hätten Sie nicht nur im Jahre 2002 ein sattes Minus einfahren lassen!
Aber Sie hatten doch alles richtig gemacht? Sie hatten sich für fünf Blue Chips entschieden - das Risiko war dadurch gestreut – oder etwa nicht?
Wie schon angedeutet »JA« und »NEIN«! Auch wenn Sie 5 Giganten AGs ausgewählt haben, so heißt dies noch lange nicht, dass die Kurse bei allen Standardwerten immer nur steigen. Man muss ein wenig intelligenter an diese Geschichte herangehen!
Puhh - ein Glück habe ich nicht von Ihnen gesprochen. "Sie" war in diesem Fall irgendwer - nur nicht Sie! Noch einmal davon gekommen! Aber wo liegt nun der Fehler? Was genau beinhaltet nun die Risikostreuung Numero II?
Labels: Aktien, Risikostreuung
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