24 Oktober 2008
Börsenregel 5: "Verlieben Sie sich nicht zu sehr in Ihre Aktienpakete!"
Verpflichten Sie sich stattdessen zum Aktionärs-Zölibat!
Wir kennen das. In Filmen wird es immer wieder thematisiert. Die Frau seiner Träume will ihn nicht verletzen und sagt zu ihm: "Du - lass uns einfach nur Freunde sein!" Auf gar keinen Fall soll Liebe mit ins Spiel kommen.
Natürlich sagt er: "Klar, sehe ich genauso - mir geht es auch nur um Freundschaft!" In ihm schreit aber - fast schon hörbar - die Hoffnung nach mehr.
Unter diesen Bedingungen ist eine "nur Freundschaft" einfach nicht möglich!
Genauso wenig kann man wohl die meisten Menschen mit einer Verpflichtung zum Zölibat hinter dem Ofen hervorlocken. Dafür sind wir einfach nicht geschaffen - weder das Weiblein - und schon gar nicht das Männlein!
Freundschaft ist nicht genug - das Zölibat nicht erstrebenswert - bleibt also nur die Liebe?
Als Aktionäre mit attraktiven Aktien kann es uns genauso gehen. Alles läuft gut. Zwischen unseren Wertpapieren und uns besteht eine Art Freundschaft.
Zudem sind wir stolz auf unsere Auserwählten und plötzlich sind es unsere Lieblinge. Aus ihnen werden Geliebte. Ein Eheversprechen folgt. "Nein - niemals - wirklich niemals werde ich mich von Euch trennen!"
Zu diesem Zeitpunkt ist es längst um uns geschehen. Aus der rosaroten Brille wird eine dunkelrote. Hoffnungslos verfallen in Liebe bleibt die Keuschheit auf der Strecke. Beim Tanz über das glatte Börsenparkett sind wir unseren Schätzen schutzlos ausgeliefert.
Und ob Sie's glauben oder nicht - es ist wie bei der Liebe zwischen Mann und Frau. Sie macht blind. Sämtliche Anzeichen dafür, dass man vielleicht doch noch mal in sich gehen sollte - die Beziehung analysieren sollte - werden in den Wind geschlagen. Eine Trennung kommt nicht infrage!
Der tolle Aktien-Charakter outet sich bei Kurseinbrüchen als egozentrische Aktien-Verhaltensweise. Macht nichts, das liegt in der derzeitigen Krisensituation begründet. Das gibt sich wieder. Danach geht's wieder aufwärts. Die Treue ist derzeit das wichtigste Gebot - der Rest wird schön geredet.
Dabei wäre es gar nicht so schwer eine Trennung zu vollziehen. Niemandem muss man in die Augen schauen - kein Herz brechen - einfach nur verkaufen ...
Dies gilt auch im großen Stil. Wenn alle Werte eines Depots ihre Liebe aufkündigen. Warum sollte man sich dann wie ein Stalker benehmen? Das ist doch ätzend - das gehört sich doch nicht!
Hören Sie also auf Ihre Aktien, wenn sie sagen: "Lass uns einfach nur Freunde sein!"
Da fällt mir: Es gibt ja ein moderneres Wort für das, was ich sagen möchte - Lebensabschnittspartner!
Wir kennen das. In Filmen wird es immer wieder thematisiert. Die Frau seiner Träume will ihn nicht verletzen und sagt zu ihm: "Du - lass uns einfach nur Freunde sein!" Auf gar keinen Fall soll Liebe mit ins Spiel kommen.
Natürlich sagt er: "Klar, sehe ich genauso - mir geht es auch nur um Freundschaft!" In ihm schreit aber - fast schon hörbar - die Hoffnung nach mehr.
Unter diesen Bedingungen ist eine "nur Freundschaft" einfach nicht möglich!
Genauso wenig kann man wohl die meisten Menschen mit einer Verpflichtung zum Zölibat hinter dem Ofen hervorlocken. Dafür sind wir einfach nicht geschaffen - weder das Weiblein - und schon gar nicht das Männlein!
Freundschaft ist nicht genug - das Zölibat nicht erstrebenswert - bleibt also nur die Liebe?
Als Aktionäre mit attraktiven Aktien kann es uns genauso gehen. Alles läuft gut. Zwischen unseren Wertpapieren und uns besteht eine Art Freundschaft.
Zudem sind wir stolz auf unsere Auserwählten und plötzlich sind es unsere Lieblinge. Aus ihnen werden Geliebte. Ein Eheversprechen folgt. "Nein - niemals - wirklich niemals werde ich mich von Euch trennen!"
Zu diesem Zeitpunkt ist es längst um uns geschehen. Aus der rosaroten Brille wird eine dunkelrote. Hoffnungslos verfallen in Liebe bleibt die Keuschheit auf der Strecke. Beim Tanz über das glatte Börsenparkett sind wir unseren Schätzen schutzlos ausgeliefert.
Und ob Sie's glauben oder nicht - es ist wie bei der Liebe zwischen Mann und Frau. Sie macht blind. Sämtliche Anzeichen dafür, dass man vielleicht doch noch mal in sich gehen sollte - die Beziehung analysieren sollte - werden in den Wind geschlagen. Eine Trennung kommt nicht infrage!
Der tolle Aktien-Charakter outet sich bei Kurseinbrüchen als egozentrische Aktien-Verhaltensweise. Macht nichts, das liegt in der derzeitigen Krisensituation begründet. Das gibt sich wieder. Danach geht's wieder aufwärts. Die Treue ist derzeit das wichtigste Gebot - der Rest wird schön geredet.
Dabei wäre es gar nicht so schwer eine Trennung zu vollziehen. Niemandem muss man in die Augen schauen - kein Herz brechen - einfach nur verkaufen ...
Dies gilt auch im großen Stil. Wenn alle Werte eines Depots ihre Liebe aufkündigen. Warum sollte man sich dann wie ein Stalker benehmen? Das ist doch ätzend - das gehört sich doch nicht!
Hören Sie also auf Ihre Aktien, wenn sie sagen: "Lass uns einfach nur Freunde sein!"
Da fällt mir: Es gibt ja ein moderneres Wort für das, was ich sagen möchte - Lebensabschnittspartner!
Betrachten Sie Aktien als Lebensabschnittspartner. Wenn es nicht mehr geht, dann trennt man sich eben. Schön war die Zeit - aber nun ist sie vorbei - ein künftiges Schönreden gibt es nicht!
Labels: Aktien, Börsenregeln
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