07 Oktober 2008
Die Aufgabe von Börsenregeln
Börsenregeln sind die Gehhilfen der Aktionäre!
In meinen letzten zwei Posts bin ich jeweils auf eine Börsenregel zu sprechen gekommen. Sie erinnern sich - da war von
Na ja - beides sind Regeln, die im Moment sehr schwer zu interpretieren sind. Ist der derzeitige Trend wirklich noch ein Freund und kann man in dieser mehr als turbulenten Phase noch die Ruhe bewahren?
Im Fernsehen wurde von verschiedenen Seiten her dazu aufgefordert, aufgrund der Bankenkrise nicht die Sparkonten zu plündern. Das hätte fürchterliche Folgen. Davon bin ich überzeugt!
Genauso überzeugt bin ich aber auch davon, dass Panikverkäufe von Aktien auch nicht spurlos am Börsengeschehen vorbeigehen!
In der Presse wurde vergangene Woche von Warren Buffet berichtet. Er - als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt - rät zum Einstieg und ging mit gutem Beispiel voran. Sollen wir es ihm gleichtun? ...
In nächster Zeit möchte ich über weitere Börsenregeln / Anlageregeln schreiben und sie ein wenig kommentieren. Heute beginne ich allerdings damit, ein paar grundlegende Gedanken zu Börsenregeln zu äußern.
Man kann es nicht oft genug sagen. Ob beim Zusammenleben innerhalb der Familie, ob als Bevölkerung eines Staates, ob als Glieder in der Weltgemeinschaft - der Mensch, die Menschheit benötigt Regeln!
Natürlich gilt dies nicht nur für ein gesellschaftliches und völkisches Miteinander, sondern auch auf anderen Gebieten. Bauern haben ihre Berufs-Regeln - die Bauernregeln - für die Benutzung von verschiedenen öffentlichen Angeboten gibt es Regeln - oft als Ordnungen deklariert - in Bayern gibt es Weißwurst-Essens-Regeln - von der Bestellzahl über Weißbier, Brez'n, Senf und Sauerkraut - ...
Dabei muss man natürlich oft unterscheiden, ob diese Regeln nun Gesetze oder Empfehlungen darstellen. Gesetze sind oft Regeln ohne Ausnahme, die es "strengstens" zu befolgen gilt - Empfehlungen sollte man gründlich überdenken und eine Entscheidung treffen - normalerweise im Sinne der Regel, aber Ausnahmen können eine Regel auch bestätigen!
Und die Börsenregeln - was genau verbirgt sich hinter ihnen?
Wir Menschen sind in manchen Situation sonderbar gestrickt. Da hat man sich über Jahrzehnte eine Regel eingeprägt - hinter der man steht - die man für gut erachtet - die man auf alle Fälle befolgen möchte - die eigentlich ein persönliches Gesetz geworden ist - und plötzlich tritt eine Lebens-Situation ein, die einen diese Regel innerhalb weniger Stunden über den Haufen werfen lässt. Andere - und ich hoffe, dass diese die Mehrheit bilden, erfahren in solchen Lagen, dass ihre Regel ihnen hilft, die Situation gemäß der Regel zu meistern. Was wäre aber, wenn das Regelwerk nicht vorhanden gewesen wäre? Ich bin überzeugt, dass wir ohne Regeln viel schneller falsche Entscheidungen treffen.
Deshalb vergleiche ich Regeln sehr gerne mit "Gehhilfen". Auch - oder gerade - lebenserfahrene Menschen benötigen im täglichen Leben oft eine Gehhilfe. Gut - diese mag ihnen so manches Mal lästig sein, aber sicherlich überwiegt doch die Dankbarkeit, dass es so etwas überhaupt gibt. Der alternde Mensch bekommt damit eine Hilfe an die Hand, die er ganz bestimmt, insbesondere in schwierigen Situationen zu schätzen weiß.
Börsenregeln sind für mich die Gehhilfen auf dem ar...glatten Börsenparkett. Börsianer haben Gesetzmäßigkeiten, die sie beobachtet oder analysiert haben, in knappe Formeln gepackt. Dabei geht es nicht nur um Dinge, die jeder sieht, nein, sehr oft werden hier komplizierte und umfassende Zusammenhänge in einfache Worte gefasst.
Und wie sollten wir nun mit diesen Gehhilfen umgehen?
In meinen letzten zwei Posts bin ich jeweils auf eine Börsenregel zu sprechen gekommen. Sie erinnern sich - da war von
- "Der Trend ist Dein Freund!" und
- "Bewahre in turbulenten Phasen die Ruhe!"
Na ja - beides sind Regeln, die im Moment sehr schwer zu interpretieren sind. Ist der derzeitige Trend wirklich noch ein Freund und kann man in dieser mehr als turbulenten Phase noch die Ruhe bewahren?
Im Fernsehen wurde von verschiedenen Seiten her dazu aufgefordert, aufgrund der Bankenkrise nicht die Sparkonten zu plündern. Das hätte fürchterliche Folgen. Davon bin ich überzeugt!
Genauso überzeugt bin ich aber auch davon, dass Panikverkäufe von Aktien auch nicht spurlos am Börsengeschehen vorbeigehen!
In der Presse wurde vergangene Woche von Warren Buffet berichtet. Er - als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt - rät zum Einstieg und ging mit gutem Beispiel voran. Sollen wir es ihm gleichtun? ...
In nächster Zeit möchte ich über weitere Börsenregeln / Anlageregeln schreiben und sie ein wenig kommentieren. Heute beginne ich allerdings damit, ein paar grundlegende Gedanken zu Börsenregeln zu äußern.
Man kann es nicht oft genug sagen. Ob beim Zusammenleben innerhalb der Familie, ob als Bevölkerung eines Staates, ob als Glieder in der Weltgemeinschaft - der Mensch, die Menschheit benötigt Regeln!
Natürlich gilt dies nicht nur für ein gesellschaftliches und völkisches Miteinander, sondern auch auf anderen Gebieten. Bauern haben ihre Berufs-Regeln - die Bauernregeln - für die Benutzung von verschiedenen öffentlichen Angeboten gibt es Regeln - oft als Ordnungen deklariert - in Bayern gibt es Weißwurst-Essens-Regeln - von der Bestellzahl über Weißbier, Brez'n, Senf und Sauerkraut - ...
Dabei muss man natürlich oft unterscheiden, ob diese Regeln nun Gesetze oder Empfehlungen darstellen. Gesetze sind oft Regeln ohne Ausnahme, die es "strengstens" zu befolgen gilt - Empfehlungen sollte man gründlich überdenken und eine Entscheidung treffen - normalerweise im Sinne der Regel, aber Ausnahmen können eine Regel auch bestätigen!
Und die Börsenregeln - was genau verbirgt sich hinter ihnen?
Wir Menschen sind in manchen Situation sonderbar gestrickt. Da hat man sich über Jahrzehnte eine Regel eingeprägt - hinter der man steht - die man für gut erachtet - die man auf alle Fälle befolgen möchte - die eigentlich ein persönliches Gesetz geworden ist - und plötzlich tritt eine Lebens-Situation ein, die einen diese Regel innerhalb weniger Stunden über den Haufen werfen lässt. Andere - und ich hoffe, dass diese die Mehrheit bilden, erfahren in solchen Lagen, dass ihre Regel ihnen hilft, die Situation gemäß der Regel zu meistern. Was wäre aber, wenn das Regelwerk nicht vorhanden gewesen wäre? Ich bin überzeugt, dass wir ohne Regeln viel schneller falsche Entscheidungen treffen.
Deshalb vergleiche ich Regeln sehr gerne mit "Gehhilfen". Auch - oder gerade - lebenserfahrene Menschen benötigen im täglichen Leben oft eine Gehhilfe. Gut - diese mag ihnen so manches Mal lästig sein, aber sicherlich überwiegt doch die Dankbarkeit, dass es so etwas überhaupt gibt. Der alternde Mensch bekommt damit eine Hilfe an die Hand, die er ganz bestimmt, insbesondere in schwierigen Situationen zu schätzen weiß.
Börsenregeln sind für mich die Gehhilfen auf dem ar...glatten Börsenparkett. Börsianer haben Gesetzmäßigkeiten, die sie beobachtet oder analysiert haben, in knappe Formeln gepackt. Dabei geht es nicht nur um Dinge, die jeder sieht, nein, sehr oft werden hier komplizierte und umfassende Zusammenhänge in einfache Worte gefasst.
Und wie sollten wir nun mit diesen Gehhilfen umgehen?
- Machen Sie für sich einige von ihnen zu Gesetzen!
- Erklären Sie andere zu goldenen Grundregeln!
- Viele von ihnen sollten für Sie sehr gute Empfehlungen und nützliche Tipps sein!
- Stellen Sie auch mal Regel-Kombinationen zusammen!
- Beachten Sie auf alle Fälle ihren bewahrenden Charakter!
- Trennen Sie die Spreu vom Weizen - oder: Es gibt auch weniger sinnvolle Regeln!
Die Börse werden wir mit diesen Regeln nicht in den Griff bekommen!
Eine Börsenweisheit sagt nämlich zu Recht: "Der Markt hat immer recht."
Eine Börsenweisheit sagt nämlich zu Recht: "Der Markt hat immer recht."
Labels: Aktien, Aktionär, Börse, Börsenregeln, Trend
Abonnieren Posts [Atom]


