28 November 2008
Börsenregel 14: Seien Sie in Ihrer Strategie flexibel!
Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!
Sie haben das sicherlich auch schon erlebt. Ihr Bekannter ist jahrelang immer und immer wieder auf einem Thema mit ein und derselben Meinung herumgeritten. Er pries die Sache in den schillerndsten Farben an, war mehr als nur überzeugt - fast schon fanatisch, versuchte Sie auf Teufel komm raus zu überreden und urplötzlich war alles ganz anders. Er hatte sich um 180° gedreht und war kaum wiederzuerkennen.
Als Sie ihn dann auf diese radikale Kehrtwendung hin angesprochen haben - sozusagen Ihr Erstaunen zum Ausdruck gebracht und ihn mit Fragen gelöchert haben, sagte er nur: "Was gibt mich mein dummes Geschwätz von gestern an!" und teilte Ihnen dann ein paar einsichtige Gründe für sein Verhalten mit.
Wissen Sie was? Menschen, die so handeln, sind meine Freunde.
Warum? Aus drei Gründen:
Was unterscheidet sie von anderen?
Nun, es gibt fast den gleichen Typus noch mal. Er ist auch zutiefst überzeugt. Er hat sich seine Überzeugung auch erarbeitet. Und - das ist der große Unterschied - er wird diese Überzeugung niemals aufgeben. Egal, was kommt - er bleibt dabei. Lieber geht er unter, als dass er seine Meinung ändert.
Sehr oft erlebe ich auch, dass Menschen Ihre Überzeugung aus einem einzigen Artikel gewinnen. Aber sie bleiben dabei - halten stur daran fest. An einer anderen Sichtweise haben sie gar kein Interesse. Das würden sie als persönlichen Angriff werten und entsprechend reagieren.
Andere wechseln ihre Meinung täglich. Heute ist die Sache so zu sehen, morgen ganz anders und übermorgen gibt es schon wieder eine ganz neue Erkenntnis. Und immer wird alles mit dem gleichen Enthusiasmus vorgetragen.
Am unliebsten sind mir aber jene Personen, die damit beginnen, ihre Überzeugung darzulegen und sie bei jedem Einwand sofort so angleichen, dass eine vernünftige Diskussion unmöglich wird. Man ist ja einer Meinung - auch wenn es nicht so ist.
Ich muss so langsam aber sicher die Kurve in Richtung Börsenregel Nr. 14 kratzen. In der Vergangenheit habe ich Sie immer und immer wieder ermutigt, doch Ihre eigene Strategie zu entwickeln. Möglichweise haben Sie das getan und möglicherweise halten Sie seit Jahren - Jahrzehnten an Ihrer Strategie fest.
Das ist gut - das ehrt Sie.
Aber dann kam bei Ihnen das Jahr 2002. Und plötzlich mussten Sie feststellen, dass Ihre Strategie dieser besonderen Situation nicht gewachsen war!
Oder nehmen wir 2008. Auch hier wird so manche Strategie versagen!
Was haben Sie 2002 getan, was sollten Sie 2008 tun?
Die Antwort lautet: 2002 waren Sie hoffentlich flexibel und sind dies 2008 hoffentlich immer noch!
Ja - es ist richtig, Sie haben mühsam eine Strategie ausgearbeitet. Sie haben über Jahre hinweg daran festgehalten. Sie hat auch lange funktioniert. Aber nun müssen Sie diese Strategie feintunen. Sie müssen sie optimieren und zwar so, dass sie auch in solchen Situationen greift und vor größeren Verlusten bewahrt.
Natürlich gilt dies nicht nur für Verlust-Situationen. Auch in Gewinn-Dingen sollten Sie bezüglich Ihrer Strategie flexibel und damit ein sehr guter Aktien-Stratege sein.
Was macht solch einen sehr guten Strategen aus?
Anders ausgedrückt:
Sobald sich die Börsenlage ändert, geben sie ihre bisherige Meinung auf.
Gerade eben tanzten sie auf dem Börsenparkett noch Walzer, nun ist es eben Rock 'n' Roll.
Gestern sagten sie noch dies - und heute "Was gibt mich mein s... Geschwätz von gestern an"!
Sie haben das sicherlich auch schon erlebt. Ihr Bekannter ist jahrelang immer und immer wieder auf einem Thema mit ein und derselben Meinung herumgeritten. Er pries die Sache in den schillerndsten Farben an, war mehr als nur überzeugt - fast schon fanatisch, versuchte Sie auf Teufel komm raus zu überreden und urplötzlich war alles ganz anders. Er hatte sich um 180° gedreht und war kaum wiederzuerkennen.
Als Sie ihn dann auf diese radikale Kehrtwendung hin angesprochen haben - sozusagen Ihr Erstaunen zum Ausdruck gebracht und ihn mit Fragen gelöchert haben, sagte er nur: "Was gibt mich mein dummes Geschwätz von gestern an!" und teilte Ihnen dann ein paar einsichtige Gründe für sein Verhalten mit.
Wissen Sie was? Menschen, die so handeln, sind meine Freunde.
Warum? Aus drei Gründen:
- Weil Sie trotz aller Sturheit noch fähig sind, ihre Überzeugungen zu ändern!
- Weil Sie niemandem nach dem Mund reden!
- Und weil Sie ihre Meinung nicht so häufig wie ihre Socken wechseln!
Was unterscheidet sie von anderen?
Nun, es gibt fast den gleichen Typus noch mal. Er ist auch zutiefst überzeugt. Er hat sich seine Überzeugung auch erarbeitet. Und - das ist der große Unterschied - er wird diese Überzeugung niemals aufgeben. Egal, was kommt - er bleibt dabei. Lieber geht er unter, als dass er seine Meinung ändert.
Sehr oft erlebe ich auch, dass Menschen Ihre Überzeugung aus einem einzigen Artikel gewinnen. Aber sie bleiben dabei - halten stur daran fest. An einer anderen Sichtweise haben sie gar kein Interesse. Das würden sie als persönlichen Angriff werten und entsprechend reagieren.
Andere wechseln ihre Meinung täglich. Heute ist die Sache so zu sehen, morgen ganz anders und übermorgen gibt es schon wieder eine ganz neue Erkenntnis. Und immer wird alles mit dem gleichen Enthusiasmus vorgetragen.
Am unliebsten sind mir aber jene Personen, die damit beginnen, ihre Überzeugung darzulegen und sie bei jedem Einwand sofort so angleichen, dass eine vernünftige Diskussion unmöglich wird. Man ist ja einer Meinung - auch wenn es nicht so ist.
Ich muss so langsam aber sicher die Kurve in Richtung Börsenregel Nr. 14 kratzen. In der Vergangenheit habe ich Sie immer und immer wieder ermutigt, doch Ihre eigene Strategie zu entwickeln. Möglichweise haben Sie das getan und möglicherweise halten Sie seit Jahren - Jahrzehnten an Ihrer Strategie fest.
Das ist gut - das ehrt Sie.
Aber dann kam bei Ihnen das Jahr 2002. Und plötzlich mussten Sie feststellen, dass Ihre Strategie dieser besonderen Situation nicht gewachsen war!
Oder nehmen wir 2008. Auch hier wird so manche Strategie versagen!
Was haben Sie 2002 getan, was sollten Sie 2008 tun?
Die Antwort lautet: 2002 waren Sie hoffentlich flexibel und sind dies 2008 hoffentlich immer noch!
Ja - es ist richtig, Sie haben mühsam eine Strategie ausgearbeitet. Sie haben über Jahre hinweg daran festgehalten. Sie hat auch lange funktioniert. Aber nun müssen Sie diese Strategie feintunen. Sie müssen sie optimieren und zwar so, dass sie auch in solchen Situationen greift und vor größeren Verlusten bewahrt.
Natürlich gilt dies nicht nur für Verlust-Situationen. Auch in Gewinn-Dingen sollten Sie bezüglich Ihrer Strategie flexibel und damit ein sehr guter Aktien-Stratege sein.
Was macht solch einen sehr guten Strategen aus?
- Er hat sich in der Vergangenheit eine Strategie erarbeitet!
- Er setzte diese ein und hält an ihr fest!
- Er bleibt aber am Ball und optimiert nach gründlichen Überlegungen seine Strategie!
- Er wird dies auch weiterhin tun!
- Er ist anderen ein guter Ratgeber und Diskussionspartner!
Anders ausgedrückt:
Kluge und erfolgreiche Investoren sind dazu fähig, Ihre Überzeugung radikal zu ändern.
Sobald sich die Börsenlage ändert, geben sie ihre bisherige Meinung auf.
Gerade eben tanzten sie auf dem Börsenparkett noch Walzer, nun ist es eben Rock 'n' Roll.
Gestern sagten sie noch dies - und heute "Was gibt mich mein s... Geschwätz von gestern an"!
Labels: Aktien, Börsenregeln, Strategie
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