30 September 2008
Aktien - Börsenregel zum Trend
In meinem Briefkasten verirrt sich so manches Börsenbrief-Abonnementsangebot. Liest man die Headlines, so ergeben sich aus den Anlage-Prophetien die unterschiedlichsten Börsenstrategien. Da ist alles dabei
- von der gewinnträchtigen Nebenwerte-Spekulation,
- über die todsichere Asien-Investition,
- bis hin zur Komplett-Auflösung Ihres Aktien-Depots - um zu retten, was gerade noch zu retten ist.
Der Inhalt irgendeines Börsenbriefes - vielleicht sogar mehrerer Briefe - wird sich als absolute Wahrheit erweisen!
Warum erzähle ich Ihnen das?
In meinem Börsenlexikon gebe ich zum Trend den nicht ganz ernst gemeinten Rat, diesem doch ein wenig nachzuhelfen - einen Trendwechsel zu provozieren und behaupte mit einem Augenzwinkern, dass man durch kollektives Handeln eine Trendwende herbeiführen kann.
So manche in Börsen-Magazinen veröffentlichte Trend-Prophetie hat sich erfüllt, weil die Leser durch ihr Handeln dafür gesorgt haben!
Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, die derzeitige Aktienmarkt-Situation zu nützen. Es wird ja schließlich wieder einen Seitwärts- und / oder Aufwärtstrend geben. Warum nicht die Zeit bis dahin nützen und die zukünftige Anlagestrategie neu überdenken?
Und da möchte ich heute einfach einmal ein wenig Werbung in eigener Sache machen. Ich habe nämlich auch ein Buch veröffentlicht ("Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener - 7 Schritte zur kapitalen Geldvermehrung"), nach dessen Lektüre Sie gelernt haben, selbstständig entscheiden zu können, welche Aktien Sie kaufen sollten. Dieses Werk
- ist leicht verständlich und locker - geradezu humorvoll - verfasst und
- gestalterisch sehr übersichtlich und ansprechend,
- setzt keinerlei Wissen voraus,
- bietet eine sichere und erprobte Anlage-Strategie für Jedermann und
- stellt eine sehr fundierte und gut aufbereitete Risikominimierung vor.
"Wie immer Sie über dieses Thema denken: Bilden Sie sich kein Urteil, bevor Sie dieses einzigartige Buch gelesen haben! Verfasst von einem Kleinanleger für Kleinanleger, wird hier eine wirklich sichere und erprobte »Anlage-Strategie für jedermann« beschrieben. Alles leicht verständlich und problemlos nachvollziehbar. Endlich können auch Sie als Otto Normalverdiener ein Vermögen machen. Dieses Buch wird die beste Investition Ihres Lebens sein!"
Nutzen Sie die Zeit bis zu Ihrem nächsten persönlichen "Investitionstrend" mit der Lektüre dieses Werkes. Sie werden dadurch für Ihre Zukunft als Aktionär gut gewappnet sein!
Labels: Aktien, Anlagestrategie, Börsenlexikon, Trend, welche Aktien kaufen
26 September 2008
Aktien - Tipps für ein ruhiges Aktionärsdasein mit kapitalen Gewinnen
Bis zum heutigen Tag habe ich Ihnen in diesem Blog sieben Tipps weiter gegeben. Diese sollen Ihnen helfen, mit Aktien kapitale Gewinne zu erzielen. Hier eine kleine Wiederholung:
1. Tipp:
Bleiben Sie dem "T"Euro treu - Sie umgehen damit das Währungsrisiko!
2. Tipp:
Lassen Sie die Finger von hochspekulativen Aktien - füllen Sie Ihr Depot stattdessen mit Blue Chips!
3. Tipp:
Bauen Sie in Ihre Strategie eine Risikostreuung ein - investieren Sie in 4 bis 6 Aktienpakete!
4. Tipp:
Optimieren Sie Ihre Risikostreuung - wählen Sie 4 bis 6 Aktienpakete von Unternehmen verschiedener Branchen!
5. Tipp:
Bringen Sie Zeit - Zeit - und nochmals Zeit für Ihre Anlage auf - Sie dürfen das Geld nicht kurzfristig anderswo benötigen!
6. Tipp:
Bleiben Sie Ihrer Strategie treu - das Hin- und Herwechseln in verschiedene Strategien bringt Verluste!
7. Tipp:
Führen Sie jährlich eine Depot-Erfolgsanalyse durch - so können sie die Aktien-Spreu erkennen und vom Aktien-Weizen trennen!
In der Einleitung hatte ich Ihnen einen weiteren Tipp ans Herz gelegt. Ich halte es wirklich für sehr wichtig, dass Sie eine Persönlichkeits-Selbst-Analyse durchführen. Auf diesem Wege lernen Sie Ihr Börsen-Temperament und Ihre Börsen-Emotionen kennen. Das kann Sie vor größeren Dummheiten bewahren!
Heute möchte ich diese Reihe mit zwei Bemerkungen über die Befolgung dieser Tipps - quasi die Ergebnisse - abschließen.
Ja - Sie haben richtig gelesen - solches Handeln trägt Früchte! Ich nenne nur zwei. Es sind gewissermaßen goldene Früchte, die Sie sicherlich für erstrebenswert achten.
Frucht 1:
Das Befolgen der Tipps lässt Sie ein entspanntes Aktionärsdasein leben!
Oder haben Sie's lieber stressiger? Wollen Sie tatsächlich immer auf dem Sprung nach den neuesten Kursen sein und damit ein Magengeschwür heranzüchten?
Nein danke - kann ich da nur sagen - ich habe kein Verlangen danach, zumal Frucht 2 auch so heranwächst!
Frucht 2:
Wer sich an die Tipps hält, wird kapitale Gewinne erzielen!
Was wollen Sie mehr? - NICHTS!
Die 7 Tipps sind einfach in die Praxis umzusetzen. Packen Sie's an - die Zeit läuft!
Labels: Aktien AG, Blue Chips, Depot, kapitale Gewinne erzielen, Risikostreuung, Strategie
22 September 2008
Aktien - Die jährliche Aktiendepot-Erfolgsanalyse - Teil 3
»Fortsetzung von: Aktien - Die jährliche Aktiendepot-Erfolgsanalyse - Teil 2«
? 5 Gibt es eine Giganten-Ausweichbranche und lohnt es sich diese aufzunehmen?
Wenn "Ja": AG-Unternehmen dieser Branche auswählen und Aktienpaket kaufen!
Wenn "Nein": Bei der nächsten Depot-Erfolgsanalyse neu überdenken und ein Jahr lang mit einem Aktienpaket weniger das Risiko streuen!
Ich hoffe sehr, dass Ihnen diese Kurzanleitung verständlich und hilfreich ist. Es ist einfach wichtig, dass Sie sich jährlich ein Mal diese Mühe machen. Und - so schwer wie es sich beim ersten Mal liest, ist es gar nicht. Denken Sie sich in mein Frage-Antwort-System hinein und Sie werden in wenigen Stunden diese Analyse hinter sich gebracht haben - einschließlich der Umsetzungen Ihrer Entscheidungen. Vergessen Sie diesen Punkt bitte nicht!
In meinem Buch "Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener" gehe ich auf all diese Dinge sehr detailliert ein. Es ist besonders geeignet für Menschen, denen das ganze Börsengeschehen ein Buch mit sieben Siegeln ist und die sich selbst als Einsteiger oder Anfänger bezeichnen würden. Fortgeschrittene und Profis werden darin nur einzelne Perlen finden, die sie weiter ausbauen können.
Thomas Roth, Dipl.-Ing. (FH) aus Dettenheim, schreibt:
Dieses Buch ist für Leute ohne wirkliche Börsenvorkenntnisse sehr zu empfehlen.
Hat man das Buch gelesen, ist man gut gerüstet für den alltäglichen Wahnsinn am Kapitalmarkt. Das Buch zeichnet sich durch seinen sehr logischen und gut nachvollziehbaren Aufbau, seine verständliche Schreibweise und das umfassende Beilagenwerk aus. Das Buch setzt keinerlei Vorwissen voraus, sodass es für Einsteiger genau richtig ist. Es ist ein Buch für Einsteiger, die selbst am Kapitalmarkt aktiv werden, und mit diesem Buch sicher auch ein paar Prozentpunkte besser als der Markt abschneiden wollen, und sicher auch werden.
Ich kann dieses Einsteigerbuch nur jedem empfehlen. Vor allem die vorgestellte Strategie zur Risikominimierung scheint mir in den heutigen turbulenten Börsenzeiten sehr fundiert und gut aufbereitet zu sein. Weiterhin vermittelt das Buch eine vollständige Strategie zum Thema Geldanlage in Aktien und nicht nur einzelne Ausschnitte, ohne dabei den Leser mit zu viel Informationen zu überladen.
Ich würde das Buch jederzeit wieder kaufen. Dieses Buch ist ein gutes Standardwerk für jeden, der die Funktionsweise der Börse in der Grundstruktur verstehen will. Ich bin überzeugt, dass eigentlich jedes Kind dieses Buch zur Kommunion oder Konfirmation oder zumindest beim Berufseinstieg geschenkt bekommen sollte, damit auch die immer wichtiger werdende eigene Altersversorgung mit einem praktischen Ratgeber gewährleistet ist.
Labels: Aktien, Aktiendepot, Analyse, Depot, Depot Analyse
19 September 2008
Aktien - Die jährliche Aktiendepot-Erfolgsanalyse - Teil 2
»Fortsetzung von: Aktien - Die jährliche Aktiendepot-Erfolgsanalyse - Teil 1«
Wie sich Ihre Werte entwickelt haben, finden Sie bestimmt heraus. - Was Sie mit diesen Ergebnissen machen, das ist eine ganz andere Sache. Versuchen Sie es mit folgenden Entscheidungshilfe-Fragen (Gehen Sie jedes Aktienpaket einzeln mit diesen Fragen durch!):
? 1 Kann ich bezüglich dieses Aktienpaketes meine Vorjahresentscheidung beibehalten?
Wenn "Ja": Herrlich - ich brauche nichts zu tun - wieder ein Jahr Pause!
Wenn "Nein": weiter ab Frage 3!
Wenn "Nicht sicher": weiter mit Frage 2!
? 2 Muss / Sollte ich wirklich verkaufen, oder sollte ich mich angesichts der geringen Branchen-Gewinnunterschiede und erneuter Verkaufs- und Kauf-Gebühren zufriedengeben?
Wenn "Zufrieden geben": Noch einmal davon gekommen - Beine hochlegen!
Wenn "Verkaufen": weiter mit Frage 3!
? 3 Verkaufe ich das eine Aktienpaket der Branche und kaufe ich ein anderes Paket derselben Branche?
Wenn "Ja": Puh - arbeitsmäßig ist das gerade noch im Rahmen!
Wenn "Nicht sicher": weiter mit Frage 4!
? 4 Muss / Sollte ich in dieser Branche wegen einem generellen Abwärtstrend aussetzen?
Wenn "Ja": Verkaufen Sie das Aktienpaket und setzen Sie in dieser Branche aus!
Weiter mit Frage 5!
»Fortsetzung folgt«
Labels: Aktien, Aktiendepot, Analyse, Depot, Depot Analyse
17 September 2008
Aktien - Die jährliche Aktiendepot-Erfolgsanalyse - Teil 1
Klingt das nicht verlockend? "Jährlich" - "im Schlaf"? Schön wär's doch, oder?
Ich praktiziere es genau so! Einmal im Jahr überprüfe ich die in meinem Buch - Sie haben ja bereits davon gehört - vorgestellte Strategie und lasse mich den Rest der Tage nicht aus der Ruhe bringen!
"Aber wieso überhaupt prüfen", werden Sie mich fragen? "Sie haben doch in diesem Blog zuverlässige Tipps zu einer "sicheren" Anlage in Aktien weiter gegeben!"
Was soll ich dazu sagen? Sie haben recht! Wieso eigentlich?
Nun, ich denke, dass in den vorausgegangenen Posts die Antwort schon gegeben wurde. Auch Giganten-Aktienunternehmen haben schlechte Tage. Und wenn diese Tage zu Jahren werden, dann muss man sich auch einmal von ihrem Dasein im Depot trennen - sie durch andere ersetzen - oder in dieser Branche für längere Zeit aussetzen - oder vielleicht in eine ganz andere Branche einsteigen.
Sie merken, dieser Punkt ist wiederum ziemlich komplex. Ich werde da nur an der Oberfläche kratzen. An anderer Stelle - Sie wissen schon wo - habe ich die Sache ausführlicher behandelt. Aber nichtsdestotrotz, Sie können auch ohne jene Informationen, allein mit den Hinweisen hier, zum Ziel kommen. Sie müssen sich eben mehr hineindenken - und das macht auch Spaß!
Also: Wie sieht nun solch eine Aktiendepot-Erfolgsanalyse aus und wie gehe ich dann weiter vor?
Zunächst einmal die erfreuliche Seite. Der Begriff "Aktiendepot-Erfolgsanalyse" hört sich nach einer sehr zeitaufwendigen Sache an - ist es aber nicht. In ein paar Stunden haben Sie alles hinter sich gebracht!
Ich gehe davon aus, dass Sie auch ab und zu prüfen, wie sich Ihre Werte entwickelt haben. Wie Sie das tun - keine Ahnung - es gibt da mehrere Wege. Ich persönlich schaue mir hierzu hauptsächlich die 1-Jahresperformance an. Aber auch die Dividendenrendite und das Kurs-Gewinn-Verhältnis sind für mich wichtige Werte.
»Fortsetzung folgt«
Labels: Aktien, Aktiendepot, Analyse, Depot, Depot Analyse
15 September 2008
Aktien - Zeitplan - Teil 2
»Fortsetzung von "Aktien - Zeitplan - Teil 1":«
Dazu möchte ich Ihnen einen Tabelle aufzeichnen. Sie stammt aus meinem Buch Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener"(Im Buch selbst ist die Tabelle umfassender). Schauen Sie nun selbst, was bei einer "Eile mit Weile"-Strategie in ... Jahren herauskommen kann!

Beim Anblick dieser Zahlen kommt mir stets in den Sinn, dass Jugendliche sich auf diese Art und Weise sehr leicht fürs Alter ein Vermögen ansparen könnten. Leider tun sich aber gerade junge Leute sehr schwer, so weit in ihre Zukunft zu schauen und etwas Geld auf die Seite zu legen!
12 September 2008
Aktien - Zeitplan - Teil 1
Haben Sie's eilig reich zu werden – ich auch! Schließlich habe ich ziemlich lange gebraucht, bis ich meine Strategie aus dem Klotz der vielen Profi-Empfehlungen herausgearbeitet hatte. Und die ganze Börsensache ist schon ein recht astiges Stück Holz – Ast an Ast – sehr schwer zu bearbeiten!
Eine Regel besagt, dass man Aktien mindestens 1 Jahr ab Kaufdatum halten sollte - besser wären allerdings 3 Jahre - noch besser 5 Jahre - und noch viel besser ... Jahre!
Eine weitere Regel beinhaltet, dass Sie das Aktien-Geld kurzfristig nicht anderswo benötigen dürfen. Wenn Sie Ihre Aktien gerade dann verkaufen müssen, wenn die Kurse im Keller sind, machen Sie ein Verlustgeschäft. Die Erfahrung lehrt zwar, dass sich selbst Mini-Crash-Aktienkurse von Standardwerten üblicherweise nach etwa 2 Jahren erholt haben, aber was nutzt Ihnen das, wenn Sie nicht so lange warten können?
Es liegt auf der Hand. Eine kapitale Geldvermehrung braucht natürlich Zeit. Wer innerhalb eines Jahres reich werden will, muss hochspekulative Aktien kaufen und benötigt viel Glück. Diese Strategie verfolge ich in diesem Report aber nicht. Reich werden sollen Sie durchaus - nur nicht auf der Basis von Glück, sondern auf dem Fundament einer gut funktionierenden Strategie.
Ich möchte vorgreifen und schon mal ein Detail "meiner" Strategie kurz erläutern. Jährlich sollen sie nämlich eine Kontrollanalyse Ihres Depots durchführen. Dabei sollen Sie prüfen, welche Werte gut im Rennen liegen und mit welchem Wert es nicht so gut gelaufen ist. Die "Guten" bleiben dann im Töpfchen und der "Schlechte" wird durch einen Besseren ersetzt. Davon aber später mehr!
Durch diese Vorgehensweise legt man sich automatisch darauf fest, sich für mindestens ein Jahr von seinem Geld zu trennen. Was aber, wenn Sie von vornherein einen viel größeren Zeitraum im Auge haben?
10 September 2008
Risikostreuung Nr. II - Teil 2
Mischen wir die Karten neu!
- Laut Risikostreuung I wählen wir zwischen 4 - 6 Blue Chips für unser Depot.
- Dann war da in Risikostreuung II (Teil 1) von "Branchen" die Rede - genauer gesagt - von "überlebenswichtigen" Branchen.
Im Grunde genommen hat unser fiktiver Fall nur ein "n" übersehen. Es war nicht von einer überlebenswichtigen Branche die Rede (Singular) sondern von Branche"n" (Plural).
Wenn Sie die KFZ-Branche für eine überlebenswichtige Branche halten, dann sollten Sie gemäß weiterer Regeln, auf die ich in diesem kurzen Report nicht weiter eingehen kann, aus dieser Branche nur einen einzigen Wert auswählen (den Besten - und gleichzeitig auch den Billigsten - siehe: Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener).
Die restlichen Aktien stammen wiederum aus anderen Branchen - und auch dort immer von den besten Giganten. Am Schluss haben Sie dann Ihr Depot mit 4 - 6 Blue Chips aus 4 - 6 Branchen bestückt. Damit lassen sich Gewinne erzielen - mit dieser Strategie können Sie kapitale Renditen erwirtschaften!
Einer der Leser - Herr Ludwig Reger aus Geisthal - von "Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener" schrieb zur darin etwas ausführlicher enthaltenen Risikostreuung:
"Das Buch hebt sich von den vielen am Markt befindlichen Büchern durch die sehr praktischen und anschaulichen Erklärungen deutlich ab. Sehr gut gelungen finde ich auch die Strategie zur Risikominimierung, gerade hier gibt es anderweitig oft unseriöse Hilfen."
Worauf warten Sie noch - übertragen Sie beide Risikostreuungen auf Ihr Aktien-Depot - für diese Tipps werden Sie mir ewig dankbar sein!
Labels: Aktien, Risikostreuung
08 September 2008
Risikostreuung Nr. II - Teil 1
Entschuldigung - ich bin mit der Tür ins Haus gefallen - habe über Risikostreuung geschrieben ohne den Begriff ausreichend zu erklären. Das will ich hiermit gleich nachholen und zwar ein weiteres mal mit einem Auszug aus meinem schon mehrfach erwähnten Aktienbuch. Dort habe ich geschrieben:
Obwohl in unserer Betrachtung eher vom Schwankungsrisiko die Rede sein sollte, möchte ich doch den Begriff »Verlust« mit einbringen. Es ist nämlich sehr wohl möglich, mit einem oder mehreren Blue Chips das Risiko eines Verlustes von Kapital einzugehen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass dieses Risiko gestreut wird - dass es also auf mehrere Werte verteilt wird."
So weit, so gut! Im letzten Post sprach ich deshalb von 4 - 6 Werten in Ihrem Depot. Aber das ist nicht der Weisheit letzter Schluss, denn man kann auch hierbei kapitale Fehler begehen!
Nehmen wir einmal an, Sie sind ein richtiger Schumi-Fan gewesen. Natürlich heißt dies gleichzeitig, dass Sie ein Auto-Freak par Exelance sind - und deshalb bestücken Sie Ihr Depot getreu einer Super-Risikostreuung mit KFZ-Blue Chips Aktien. Es ist kein Problem aus der KFZ-Branche 5 Werte herauszusortieren!
Damit haben Sie doch alles richtig gemacht - oder etwa doch nicht?
Ihr Depot hätte fünf Werte enthalten - das Risiko wäre also auf fünf Unternehmen gestreut gewesen.
Wäre es wirklich klug verteilt gewesen? Ganz bestimmt nicht! Ihre Verliebtheit in Automobile gepaart mit Einfallslosigkeit in puncto wahrer Risikostreuung hätten Sie nicht nur im Jahre 2002 ein sattes Minus einfahren lassen!
Aber Sie hatten doch alles richtig gemacht? Sie hatten sich für fünf Blue Chips entschieden - das Risiko war dadurch gestreut – oder etwa nicht?
Wie schon angedeutet »JA« und »NEIN«! Auch wenn Sie 5 Giganten AGs ausgewählt haben, so heißt dies noch lange nicht, dass die Kurse bei allen Standardwerten immer nur steigen. Man muss ein wenig intelligenter an diese Geschichte herangehen!
Puhh - ein Glück habe ich nicht von Ihnen gesprochen. "Sie" war in diesem Fall irgendwer - nur nicht Sie! Noch einmal davon gekommen! Aber wo liegt nun der Fehler? Was genau beinhaltet nun die Risikostreuung Numero II?
Labels: Aktien, Risikostreuung
05 September 2008
Risikostreuung Nr. I
Was meine ich damit? Nun, ich kenne genügend Klein-Aktionäre, die Ihr Depot nur mit Aktien einer einzigen Aktiengesellschaft auffüllen. Das reicht - das ist genug - die Firma ist gut - wird schon schief gehen! Wenn es dieser Firma schlecht geht - wenn sie gar den Bach runter gehen sollte - dann gehen diese Leute mit - getreu dem Motto: Bis in den Tod!
Und selbst bei einem freundlichen Hinweis darauf, dass dies eine recht gefährliche Strategie sein könnte, lassen sich diese Leute nicht aus der Ruhe bringen. Warum sollten sie Ihre derzeitigen satten Gewinne mit einer weniger gewinnträchtigen AG teilen. Schließlich ergibt ja ein Gewinn von 30 % plus einem Gewinn von 20 % nur einen Durchschnittsgewinn von 25 % (bei gleicher Anlagesumme) - also 5 % Verlust!
Die Rechnung stimmt! Aber auch diese ist richtig! Gesetzt den Fall, dass die Superfirma Probleme bekommt und nur einen Gewinn von 5 % einfährt, die Risikostreuungsfirma aber immer noch mit 25 % dabei ist. Das wäre dann doch immer noch ein Durchschnittsgewinn von 15 % - also 10 % PLUS! Dabei hat die Lieblingsfirma in dieser Situation immer noch Gewinn gemacht – sie war noch nicht einmal im Minusbereich!
Nein - weniger ist in diesem Falle ganz und gar nicht mehr! Ich empfehle Ihnen, Ihr Aktiendepot mit mindestens 4 Werten zu bestücken. Besser fände ich Aktien von 6 verschiedenen Aktiengesellschaften. Sie werden dabei wieder ruhiger schlafen - und darauf kommt es uns doch an - oder?
Labels: Aktien, Risikostreuung
03 September 2008
Aktien - Gigantenwahl Teil 2
Und wie werden Sie nun Herr der Lage? Glauben Sie mir - es ist gar nicht so schwer.
Sie und ich möchten unser Geld so in Aktien anlegen, dass wir ohne überhöhtes Risiko gute Gewinne erzielen. Dies ist nicht mit allen Werten möglich. Logischerweise können dieses Kriterium eigentlich nur Unternehmen erfüllen, die einen sehr hohen Börsenwert aufweisen. Dieser drückt sich in der so genannten Marktkapitalisierung aus.
In meinem bereits erwähnten Buch: "Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener" (mehr Infos unter: www.Aktie-zeichnen.de) habe ich Marktkapitalisierung folgendermaßen definiert:
"Aktiengesellschaften mit einer sehr großen Marktkapitalisierung werden von der Börse am stärksten gewichtet. Solche Unternehmen sind "starke" Aktiengesellschaften. Häufig werden sie zwar als "unbewegliche" Giganten angesehen - aber sie stehen nicht umsonst ganz oben."
Und? Haben solche Aktien einen bestimmten Namen oder Titel?
Ja - natürlich - das haben sie. Sie werden als Standardwerte - Standardaktien - und / oder Blue Chips bezeichnet. Das sind Aktien mit einer großen Marktkapitalisierung. Im Folgenden werde ich nur noch den Begriff Blue Chips verwenden. Mit Blue Chips lassen sich erfahrungsgemäß ohne überhöhtes Risiko gute bis sehr gute Gewinne erzielen. Sie sind es auch, deren Kurs sich nach einem Mini-Crash üblicherweise binnen zwei Jahren erholt hat.
Und noch einen großen Vorteil haben diese Blue Chips! Normalerweise sollte man nämlich Aktien immer mit einem "Stop Buy" kaufen und einem "Stop Loss" verkaufen. Ich kaufe aber immer nur "Billigst" und verkaufe "Bestens" - auch wenn dies normalerweise ein Risiko in sich birgt.
Natürlich kann ich dies nun nicht in diesem Report ganz ausführen (mehr dazu im Aktien-Buch), aber das Wichtigste dazu schreibe ich Ihnen hier schon nieder:
Aktien werden entweder breit oder weniger breit gehandelt. Beim so genannten breiten Markt werden tagtäglich mehrere tausend Aktien derselben Aktiengesellschaft gehandelt. Dadurch kommt es in der Regel zu keinen starken Kursschwankungen. Beim weniger breiten Handel werden viel weniger Aktien derselben Aktiengesellschaft gehandelt. Dadurch kommt es zu starken Kursschwankungen.
Und nun dürfen Sie raten! Zu welchem Markt gehören wohl unsere Blue Chips? Richtig: Da Blue Chips-Aktiengesellschaften sehr große AGs sind, gehören sie zum breiten Markt, bei dem es normalerweise nicht zu großen Kursschwankungen kommt!
Ich kann Ihnen also nur raten: Probieren Sie die gigantischen Blue Chips. Die sind nicht so schlecht, wie sie oft gemacht werden! Mit ihnen lassen sich ganz entspannt kapitale Gewinne erzielen!
Labels: Aktien, Blue Chips
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