02 Dezember 2008

 

Börsenregeln - Zusammenfassung und Abschluss

Die vielen "Wenns" und "Abers"!

Erinnern Sie sich noch? Börsenregeln sind für mich die Gehhilfen der Aktionäre!
Heute möchte ich meine Börsenregeln-Reihe zum Abschluss bringen. 14 waren es an der Zahl - in 10 Börsengebote möchte ich sie zusammenfassen und nochmals neu formulieren:

1. Gebot:
Lieben Sie Ihr sauer verdientes Geld!
Sie dürfen diese Liebe auf gar keinen Fall mit irgendeinem Aktienpaket teilen!


2. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld dürfen Sie nur mit dem Kapital spekulieren, das Sie übrig haben!

3. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie nicht nur mit Aktien Kapital ansparen!

4. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld müssen Sie Ihr Aktien-Kapital in mindesten 4, besser 6 verschiedene Aktienpakete streuen!

5. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie nur in eine Aktiengesellschaft investieren, die Sie auch kennen!

6. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie Ihre Freundschaft mit dem Trend pflegen!

7. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie nur mit einer gut ausgearbeiteten Strategie spekulieren und ständig an deren Optimierung arbeiten!

8. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie aus Ihren Anlagefehlern lernen!

9. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld müssen Sie immer daran denken, dass die Börse unberechenbar ist!

10. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie Ihre Aktien nur limitiert kaufen und / oder verkaufen!

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte Ihnen keine Liebe zum Mammon Geld predigen. Ich möchte nur, dass Sie bei Ihren Investitionen immer daran denken, wie hart Sie dafür gearbeitet haben. Es wäre doch jammerschade, wenn Sie es danach einfach nur verspielen. Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld dürfen Sie dies auf gar keinen Fall tun. Es hat Besseres verdient!

Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass ich von "dürfen - müssen - sollten" spreche. Das habe ich absichtlich getan.

Wenn ich im 1. Gebot sage, dass Sie Ihre Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld auf gar keinen Fall mit irgendeinem Aktienpaket teilen dürfen, dann möchte ich Sie damit zu einer Treue gegenüber Ihren Ersparnissen ermutigen. Es spart sich nicht so leicht wie die Ersparnisse durch einen Seitensprung mit einem Aktienpaket verloren gehen!

Auch im 2. Gebot geht es ums Dürfen. Lassen Sie sich niemals zum Spekulieren auf Kredit oder mit Kapital, das Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen, überreden. Zum Spekulieren müssen Sie Geld haben, das übrig ist. Betrachten Sie es als "nicht vorhandenes Kapital" - was Sie auf gar keinen Fall mit verlorenem Kapital gleichsetzen dürfen. Es ist einfach bis zu einem von Ihnen bestimmten Zeitpunkt, der nicht im Voraus festgelegt wird, unantastbar.

Im 4. und 9. Gebot verwende ich das ungeliebte Wort "müssen". Gewisse Dinge müssen sein - aber müssen zu müssen ist heutzutage etwas ganz Entsetzliches. Trotzdem - wenn Sie Ihr Risiko nicht streuen - dann werden Sie früher oder später zu den Verlierern an der Börse gehören. Risikostreuung ist einfach ein muss!
Und wer aufgrund einiger Erfolge plötzlich meint, die Börse im Griff zu haben, der wird sehr bald das Gegenteil zu spüren bekommen. Sie müssen fest davon überzeugt sein, dass die Börse unberechenbar ist - trotz durchdachter Strategie - trotz aller Erfolge!

Sechs Mal bin ich etwas gemäßigter, indem ich Ihnen nahelege, dass Sie dies oder jenes tun sollten:
Vielleicht dachten Sie so beim Lesen, dass da so manches sollte, in ein Müssen umgewandelt werden sollte. Das dürfen Sie für sich gerne so handhaben. Ich war da ein wenig gemäßigter.

Es gibt genug Menschen, für die es ein entweder - oder nicht gibt. Entweder sie legen Ihre Ersparnisse in Aktien an, oder sie wählen eine andere Form der Kapitalanlage. Mehr ist nicht da. Entweder - oder! Solche Menschen sind auch der Überzeugung, dass es schlussendlich egal ist, ob sie nun dieses Aktien-Geld verlieren, oder auch nicht! Sie werden dadurch nicht reicher und auch nicht ärmer. Ich habe dafür Verständnis, womit ich natürlich nicht sagen möchte, dass ich eine solche Vorgehensweise auch gut finde.

Beim 5. Gebot stellt sich die Frage, wann ich eine Aktiengesellschaft kenne? Wie viel muss ich über sie wissen, um von Kennen reden zu können? Sind einige fundamentale Daten genug? Zumindest bei einer großen Aktiengesellschaft? ...

Auch mit der Freundschaft zum Trend kann man es übertreiben. Sind da komplizierte Chartanalysen Pflicht? Oder kann man diese Freundschaft auch oberflächlicher ausleben?

Strategien gibt es wie Sand am Meer - aber: Es gibt trotzdem keine Strategie der Strategien. Das muss uns demütig stimmen. Für manche ist ihre Strategie die einzig Wahre und Reich-Machende. Das ist aber nur eine Einbildung!
Setzen Sie für sich eine gut ausgearbeitete Strategie um und haben Sie Mut zur Optimierung derselben. Dieser zweite Teil des 6. Gebotes ist fast noch wichtiger als die erste Aufforderung. Mut zur Optimierung hat nicht jeder - viele empfinden dies als Eingeständnis eines bösen Fehlers!

Stimmen Sie mit mir überein, wenn ich behaupte, dass das 8. Gebot ein "muss" sein sollte? Dann brauche ich ja weiter nichts dazu zu sagen!

Beim 10. Gebot könnte man wieder streiten. Aktiengesellschaft ist nicht gleich Aktiengesellschaft. Da gibt es den breiten Markt - aber auch den engen Markt. Große Marktkapitalisierung und ... Dennoch neige ich dazu, in meine Strategie auch eine Limitierung einzubauen. Das wird wohl meine nächste Optimierung sein. Zuvor möchte ich aber noch einige Auswertungen machen ... womit wir wieder beim 7. Gebot wären!

Waren das nun alle Börsenregeln? Nein, ganz bestimmt nicht! Aber irgendwann muss auch Schluss sein. Für mich sind dies die wichtigsten Regeln. Sie dürfen diese gerne für sich übernehmen - Sie dürfen Sie auch gerne erweitern ...

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Gehhilfen auf dem Börsenparkett!

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28 November 2008

 

Börsenregel 14: Seien Sie in Ihrer Strategie flexibel!

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!

Sie haben das sicherlich auch schon erlebt. Ihr Bekannter ist jahrelang immer und immer wieder auf einem Thema mit ein und derselben Meinung herumgeritten. Er pries die Sache in den schillerndsten Farben an, war mehr als nur überzeugt - fast schon fanatisch, versuchte Sie auf Teufel komm raus zu überreden und urplötzlich war alles ganz anders. Er hatte sich um 180° gedreht und war kaum wiederzuerkennen.

Als Sie ihn dann auf diese radikale Kehrtwendung hin angesprochen haben - sozusagen Ihr Erstaunen zum Ausdruck gebracht und ihn mit Fragen gelöchert haben, sagte er nur: "Was gibt mich mein dummes Geschwätz von gestern an!" und teilte Ihnen dann ein paar einsichtige Gründe für sein Verhalten mit.


Wissen Sie was? Menschen, die so handeln, sind meine Freunde.
Warum? Aus drei Gründen:
  1. Weil Sie trotz aller Sturheit noch fähig sind, ihre Überzeugungen zu ändern!
  2. Weil Sie niemandem nach dem Mund reden!
  3. Und weil Sie ihre Meinung nicht so häufig wie ihre Socken wechseln!
Im Grunde genommen kann man sagen, dass solche Menschen ihre Überzeugungen aufgrund intensiver Recherchen bilden, sie ehrlich vertreten - auch wenn es mal wehtun sollte - und trotzdem thematisch noch am Ball bleiben!

Was unterscheidet sie von anderen?
Nun, es gibt fast den gleichen Typus noch mal. Er ist auch zutiefst überzeugt. Er hat sich seine Überzeugung auch erarbeitet. Und - das ist der große Unterschied - er wird diese Überzeugung niemals aufgeben. Egal, was kommt - er bleibt dabei. Lieber geht er unter, als dass er seine Meinung ändert.

Sehr oft erlebe ich auch, dass Menschen Ihre Überzeugung aus einem einzigen Artikel gewinnen. Aber sie bleiben dabei - halten stur daran fest. An einer anderen Sichtweise haben sie gar kein Interesse. Das würden sie als persönlichen Angriff werten und entsprechend reagieren.

Andere wechseln ihre Meinung täglich. Heute ist die Sache so zu sehen, morgen ganz anders und übermorgen gibt es schon wieder eine ganz neue Erkenntnis. Und immer wird alles mit dem gleichen Enthusiasmus vorgetragen.

Am unliebsten sind mir aber jene Personen, die damit beginnen, ihre Überzeugung darzulegen und sie bei jedem Einwand sofort so angleichen, dass eine vernünftige Diskussion unmöglich wird. Man ist ja einer Meinung - auch wenn es nicht so ist.


Ich muss so langsam aber sicher die Kurve in Richtung Börsenregel Nr. 14 kratzen. In der Vergangenheit habe ich Sie immer und immer wieder ermutigt, doch Ihre eigene Strategie zu entwickeln. Möglichweise haben Sie das getan und möglicherweise halten Sie seit Jahren - Jahrzehnten an Ihrer Strategie fest.

Das ist gut - das ehrt Sie.
Aber dann kam bei Ihnen das Jahr 2002. Und plötzlich mussten Sie feststellen, dass Ihre Strategie dieser besonderen Situation nicht gewachsen war!
Oder nehmen wir 2008. Auch hier wird so manche Strategie versagen!

Was haben Sie 2002 getan, was sollten Sie 2008 tun?
Die Antwort lautet: 2002 waren Sie hoffentlich flexibel und sind dies 2008 hoffentlich immer noch!
Ja - es ist richtig, Sie haben mühsam eine Strategie ausgearbeitet. Sie haben über Jahre hinweg daran festgehalten. Sie hat auch lange funktioniert. Aber nun müssen Sie diese Strategie feintunen. Sie müssen sie optimieren und zwar so, dass sie auch in solchen Situationen greift und vor größeren Verlusten bewahrt.

Natürlich gilt dies nicht nur für Verlust-Situationen. Auch in Gewinn-Dingen sollten Sie bezüglich Ihrer Strategie flexibel und damit ein sehr guter Aktien-Stratege sein.

Was macht solch einen sehr guten Strategen aus?

Anders ausgedrückt:

Kluge und erfolgreiche Investoren sind dazu fähig, Ihre Überzeugung radikal zu ändern.

Sobald sich die Börsenlage ändert, geben sie ihre bisherige Meinung auf.
Gerade eben tanzten sie auf dem Börsenparkett noch Walzer, nun ist es eben Rock 'n' Roll.
Gestern sagten sie noch dies - und heute "Was gibt mich mein s... Geschwätz von gestern an"!

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25 November 2008

 

Börsenregel 13: Sichern Sie Ihr Depot durch einen Zeitzünder ab!

Überlisten Sie sich selbst!

Seit Tagen beschäftige ich mich gedanklich mit dem Text zu dieser Börsenregel. Mittlerweile glaube ich nämlich, dass ich als Aktionär und Autor eines Aktien-Einsteiger-Buches die Komponente "Menschliches Verhalten" total unterschätzt habe. Im Ratgeber selbst und im Gratis-Report ermutigte ich meine Leser, dass sie eine ehrliche Persönlichkeits-Selbst-Analyse durchführen sollen. Jeder - wirklich jeder, das ist meine Überzeugung -, der Aktionär werden möchte, sollte meines Erachtens nach bezüglich seiner Person wissen, mit wem er es da zu tun hat.

Und was soll ich sagen. Ich glaube fast, dass viele meiner Leser genau diese Kapitel überschlagen. Mein Rat wird mit einer abwinkenden Handbewegung und den Worten: "Ich weiß doch, wer ich bin!" abgetan.
Aber - können sie wirklich aus dem Stehgreif sagen, wie Sie "ticken"? Was Sie für ein Temperament haben? Ob Sie ein Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker oder Melancholiker sind - zumindest von dem her, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt - sowohl positiv als auch negativ und in Bezug auf Ihr Aktionärsdasein?
Aber das ist ja noch nicht alles.
Unser ganzes Angebot an Emotionen kommt ja noch hinzu.

Welche Worte beschreiben Sie im Börsengeschäft?
In meinem Ratgeber ermutige ich, dass die Leser ganz ehrlich über diese Dinge nachdenken, sich beurteilen und diesbezüglich mit einer durchdachten Aktien-Strategie = Stärkung des Immunsystems - das "Börsenfieber" vermeiden.

Mit der Börsenregel Nr. 13 möchte ich noch eine Stufe weiter gehen. Ich habe den Eindruck, dass mein Rat in den jetzigen turbulenten Zeiten nicht greift - dass wir uns da selbst überlisten müssen, um bei hohen Wellen an der Börse nicht Schiffbruch zu erleiden.

Und wie soll das geschehen? Wir haben doch schon unser Immunsystem gestärkt - das muss doch reichen!

Nein, ich glaube nicht.
Zu schnell will man wieder alles aussitzen. Die Psyche schlägt aller Vernunft liebend gern ein Schnippchen!

OK - was dann? Auch wenn ich viele "Ja, abers!" im Kopf habe, bin ich mittlerweile der Ansicht, dass man noch eine weitere Sicherung in sein Depot einbauen sollte. Jemand anderes schrieb da von einer "Reißleine"! Den Begriff finde ich toll, aber ich dachte so, dass mir eine Reißleine zu wenig ist.

Wenn ich Fallschirmspringer bin, dann stürze ich mich aus dem Flugzeug und ziehe irgendwann die Reißleine. Was beim Fallschirmspringen funktioniert, wird im Aktiengeschäft oft nicht praktiziert. Da wartet man mit dem Ziehen, bis man hart auf dem Boden aufschlägt. Deshalb plädiere ich für eine Reißleine, die schon im Flugzeug aktiviert werden muss. Und aus diesem Grund spreche ich lieber von einem Zeitzünder. Ein Zeitzünder wird nicht im Moment der Zündung eingestellt und aktiviert, sondern vorher - "lange" vorher. Ist die Zeit abgelaufen, geht die Bombe hoch. Der Sprengmeister ist aber an einem sicheren Ort.

Mit anderen Worten.
Installieren Sie schon beim Kauf für jedes Aktienpaket einen Zeitzünder. Ins börsianische übersetzt heißt dies soviel wie:
  • Setzen Sie schon beim Kauf eines Aktienpaketes ein Limit, das Stop Loss. Orientieren Sie sich dabei an den Kursschwankungen dieser Aktie und geben Sie zusätzlich ein wenig Spielraum nach unten - sonst wird das Aktienpaket eventuell gleich wieder verkauft.
  • Und stellen Sie das Limit in regelmäßigen Zeitabständen immer wieder nach.
Sollte dann einmal diese Limit-Marke überschritten werden, geht Ihre Bombe hoch. Ihr eingesetztes Kapital ist aber in Sicherheit - es wurde Ihrem Konto gutgeschrieben! Sie haben sich erfolgreich überlistet und wahrscheinlich vor größeren Verlusten bewahrt. Wie heißt es so schön?

Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen!

PS: Meistens wird eine Stop Loss Marke von etwa 15 bis maximal 20 Prozent empfohlen. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich dieses Thema ausführlicher behandeln!

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21 November 2008

 

Börsenregel 12: Ordern Sie Ihre Aktien billig und sicher!

Kursschwankungen, Limit, billigst und das KGV!

Wenn man eine Diskothek oder Gaststätte besucht, sollte man sich ein alkoholisches Limit setzen. Das schont den Geldbeutel - kommt also billiger - und bewahrt vor einem katastrophalen Heimweg. So mancher Betrunkene kannte zwar noch den Kurs zum Heimathafen, aber sein schwankender Gang hielt ihn davon ab, sicher nach Hause zu kommen. Der Gute war in KGV - keiner guten Verfassung - und blieb irgendwo im Straßengraben liegen.

Was lernen wir daraus?
Wenn wir ein schwankendes nach Hause torkeln verhindern wollen,
sollten wir unseren Alkoholkonsum limitieren.
Das kommt zudem billiger
und bringt uns gemäß KGV - komm gut vorwärts - sicher nach Hause!

Auch als Aktionär sollten Sie diese Stichworte bei jeder Order miteinander verknüpfen:


Kursschwankungen
Sie sollten wissen, ob die Aktie, die Sie ordern möchten, starken Kursschwankungen ausgesetzt ist. Mit anderen Worten: Wenn Sie Aktien sehr großer Unternehmen kaufen, dann kommt es normalerweise zu keinen großen Kursschwankungen. Bei kleineren Aktiengesellschaften kann es zu sehr großen Kursschwankungen kommen.

Warum erzähle ich Ihnen das?
Nun - es liegt auf der Hand. Bei großen Kursschwankungen können Sie Pech haben und Ihre Aktien sehr teuer einkaufen. Das wäre weniger schön, oder?

Limit
Deshalb ist es so wichtig, dass Sie insbesondere beim Kauf solcher Aktien ein Limit setzen. Mit ihm geben Sie an, zu welchem Kurs Sie bereit sind, die von Ihnen gewählten Aktien zu kaufen.

Eine Börsenregel besagt:

Keine Order ohne Limit!

KGV - Kurs-Gewinn-Verhältnis
Vielleicht fragen Sie sich nun, welchen Wert Sie als Limit eintragen sollten. Schließlich sind Sie ja nun auf den Geschmack gekommen und wollen möglichst billig einkaufen - sozusagen Aktien im Sonderangebot ordern.

Wie aber können Sie herausfinden, welche Aktien gerade zum Aktionspreis zu haben sind?
Das ist gar nicht so schwer. Dafür gibt es die KVs:
Ich beschränke mich hier auf das KGV - das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Im Internet erhält es oft noch ein "e" - KGVe -. Das "e" steht für den "zukünftig erwarteten Gewinn".

Und was bedeutet die Zahl hinter KGVe?
Nun - sie sagt uns, ob die Aktie gerade billig ist!

Eine Aktie mit einem KGVe unter 10 = eine preiswerte Aktie,
eine mit einem KGVe um 15 = ein Aktie mit normalem Preis
und eine mit einem KGVe über 20 = eine teure Aktie!

Übrigens - der KGVe-Wert gibt an, wie viele Jahre ein Unternehmen benötigt, um die Höhe des Kurses mit den Gewinnen zu erwirtschaften!

Billigst
OK - so weit so gut! Meine ausgewählte Aktie ist gerade sehr günstig - ich schlage zu und kaufe "billigst"!

VORSICHT! Das wäre bei Aktien mit großen Kursschwankungen nicht zu empfehlen! Billigst ist nämlich nicht unbedingt billigst und kann unter Umständen sehr teuer werden! Warum? Weil eine Billigst-Order ein unlimitierter Kaufauftrag ist! Gerade vorhin sprach ich aber davon, dass Sie limitiert kaufen sollen!

Stop Buy
Tja - so ist das. Beim Limit muss Ihr Limit-Wert stehen und der Orderzusatz muss "Stop buy" lauten. Stop buy bewirkt nämlich, dass Ihre Order billigst ausgeführt wird!

Korrigieren wir zum Schluss unsere Sub-Headline:

KGV + Kursschwankungen + Limit + Stop buy
=
billiger und sicherer Aktieneinkauf!

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18 November 2008

 

Börsenregel 11: "Auch für Sie ist die Börse unberechenbar!" Teil 2

Sie werden die Börse niemals im Griff haben!

Am 14. November 2008 schrieb ich in diesem Blog über die Unberechenbarkeit der Börse. Niemals wird irgendjemand sie im Griff haben. Dessen müssen Sie und ich uns bewusst sein. Dennoch können wir, wenn der gesunde Menschenverstand eingesetzt wird, an der Börse gutes Geld verdienen!

Kaum machte sich mein Artikel im Internet breit, als auch schon die erste Post bei mir einging. Darin wurde ich auf ein Comic aufmerksam gemacht. Diesen will ich Ihnen auf gar keinen Fall vorenthalten. Er trifft den Nagel auf den Kopf!

Viel Spaß bei der Vertiefung von Börsenregel Nr. 11:
Die Börse ist unberechenbar - nicht nur wegen der Massenpsychologie, sondern auch ... sehen Sie selbst!



Autor / Quelle des Comics: Christian Reiß von Personaler Online
Internet: http://www.personaler-online.de/blog/vorsicht-blogger/110/

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14 November 2008

 

Börsenregel 11: "Auch für Sie ist die Börse unberechenbar!"

Sie werden die Börse niemals im Griff haben!

Vielleicht denken Sie nun: Das hatten wir doch schon - das wissen wir bereits. Klar, die Börse ist unberechenbar! Niemals wird irgendjemand sie im Griff haben!

Sie haben recht! Ich habe dies tatsächlich schon mehrfach erwähnt. Heute möchte ich diese Regel aber offiziell zur Sprache bringen und von einer anderen Seite aus beleuchten.

Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob Sie nicht doch zumindest manchmal ganz anderer Ansicht sind! Wenn alles glattgeht, man ein glückliches Händchen hat, unwissend wissend alles richtig gemacht hat - tja, dann kommt doch manchmal das Gefühl der Unfehlbarkeit auf. Und vielleicht sind gerade dies die Momente, in denen schnellstes Umdenken angesagt ist - wo man sich wieder freiwillig auf den Boden der Tatsachen herunterholen sollte, bevor man jämmerlich auf die Schn... fällt.

Nein - Sie werden die Börse niemals im Griff haben - Sie ist unberechenbar!

Was macht sie denn so unberechenbar? - Vieles!
Und was genau möchte ich Ihnen heute Neues erzählen?

Jemand hat einmal gesagt, dass ein Verständnis für Massenpsychologie wichtiger ist als das Verstehen von wirtschaftswissenschaftlichen Zusammenhängen.


Ökonomische Zusammenhänge sind für mich gewissermaßen berechenbar. Aber wenn ins Börsengeschehen Massenpsychologie hineinspielt, dann bekommt man die Börse sicherlich nicht in den Griff. Wer weiß denn schon, wie die Masse unter bestimmten Umständen reagiert?

Zusätzlich kommen noch unbegreiflichere Einflussfaktoren hinzu, die fast schon wieder berechenbar klingen!

Wie sagte doch Herr Kostolany?

"An der Börse ist alles möglich - auch das Gegenteil."

Niemand kann sagen:
"Ich habe die Börse, weil sie berechenbar ist, im Griff."
Das ist eine Lüge!

Wahr ist allerdings, dass
der Einsatz des gesunden Menschenverstandes dazu hilft, an der Börse gutes Geld zu verdienen!

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11 November 2008

 

Börsenregel 10: "Stehen Sie zu und lernen Sie aus Ihren Fehlern!"

Wer Fehler leugnet - lernt nichts dazu?

Eines steht für mich fest:
Gut, dass wir darüber gesprochen haben. Das wäre dann ja geklärt!

Wichtig ist nun, wie Sie und ich mit diesen Fehlern umgegangen sind und umgehen werden.
Ich habe einen Bekannten, der immer dann, wenn im Haus irgendetwas verlegt ist oder nicht mehr richtig funktioniert, folgende zwei Worte sagt: "Di mei!"
Diese Worte bedeuten soviel wie:
Ich hatte die Papiere sauber eingeräumt, aber meine Frau hat wieder alles durcheinandergebracht.
Gestern ging mein E-Mail-Programm noch, aber heute Morgen hat meine Frau wieder daran rumgespielt.

Dasselbe spielt sich ab, wenn am Haus Baumängel auftauchen. Selbstverständlich betont er immer wieder, dass er "alleine" das Haus gebaut hat.
Fällt aber an einer Ecke ein Stück Putz ab, dann hatte diese Ecke ein Bekannter bearbeitet.
Dasselbe gilt für das Dachziegel, das sich beim letzten Stürmchen gelöst hatte. Hätte er doch nur nicht die Hilfe von soundso in Anspruch genommen, dann würde er jetzt nicht da hochklettern müssen! ...

Immer und immer wieder sind alle anderen schuld - nur er nicht! Ausgerechnet da hatte er wieder einmal darauf vertraut, dass seine Frau, sein Freund, sein Arbeitskollege ... das gewissenhaft machen würde - und: Wieder einmal wurde er enttäuscht!

Im Aktionärsdasein sind Fehler vorprogrammiert. Deshalb lege ich sehr großen Wert darauf, dass künftige und Alt-Aktionäre sich mit der Thematik "Aktien" auseinandersetzen und Ihr Depot selbst bestücken. Grundsätzlich gebe ich keine Tipps in Bezug auf Aktiengesellschaften. Die Leser meines Ratgebers für Einsteiger - "Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener" - sollen alle eigenverantwortlich ihre Aktienpakete auswählen und kaufen. Da hilft kein Anruf: "Herr Molzahn, nennen sie mir doch einfach die Aktiengesellschaften, die sie bevorzugen!" Auch eine E-Mail mit ähnlicher Frage werde ich so nicht beantworten. Wenn jemand am Arbeitsplatz oder sonstwo erzählt: "Ich habe mir die und die Aktien ausgewählt und gekauft", dann soll das wirklich so sein!

Es gab eine Zeit, da empfahl ich Aktiengesellschaften. Damals sprach ich auch klar über Risiken. Man lachte mich aus und beim Erzählen hieß es immer wieder:
"Ich ganz alleine habe diese Aktien ausgewählt. Und ich mache Gewinne, Gewinne und nochmals Gewinne."
Später dann - Sie wissen schon - 2002 - hörte ich ganz andere Sätze:
"Wolfgang hatte mir die empfohlen. Hätte ich nur nicht auf ihn gehört! ..."

Wählen Sie Ihre Aktien selbst aus! Gehen Sie dabei nach einer Strategie vor. Und wenn etwas schief geht, dann bekennen Sie einfach, dass Sie einen Fehler gemacht haben, und lernen Sie aus diesem Fehler.

Sagen Sie nicht:

"Hätte" und "wenn" und ... ist nicht schuld an der Misere. Eventuell kann man sogar überhaupt nicht von Schuld reden, denn
die Börse ist unberechenbar -
sie klingelt einfach nicht -
sie ist auch keine Einbahnstraße -
und hat trotzdem immer recht!"

Sie haben einen "Fehler" gemacht! Lernen Sie daraus!
Machen Sie niemals andere für Ihre Verluste verantwortlich. Kalkulieren Sie stattdessen Verluste mit ein - sie gehören zum Aktionärsdasein.

Und noch einmal:

Stehen Sie zu Ihren Fehlern und lernen Sie aus ihnen.
Das ist der Weg, um in Zukunft Fehler zu vermeiden -
oder wenigstens zu reduzieren!

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07 November 2008

 

Börsenregel 9: "Spekulieren Sie nur mit Strategie!"

Drei Dinge braucht ein Mann ... - ein Aktienstratege fünf!

Was ist eigentlich eine Strategie?
Oder anders gefragt: Kann man von einer Strategie sprechen, wenn ein Aktionär immer wieder dann Aktien kauft, wenn Freund Y hinter vorgehaltener Hand einen Tipp gibt?
Ich weiß nicht recht. Wenn man mit dieser Strategie das Ziel "Ich möchte immer mal wieder Aktien kaufen!" verfolgt - dann vielleicht! Aber eine wirkliche Aktien-Strategie ist das meiner Meinung nach nicht. Dennoch gibt es viele Kleinanleger, die genauso handeln!

Wenn das keine Strategie ist - was macht dann eine Strategie aus?
Nun - einen Punkt habe ich schon genannt. Zu einer Strategie gehört ein Ziel, denn eine Strategie ist auf ein Ziel hin ausgerichtet.
Eine Strategie ist aber auch eine langfristige Sache. Der Weg zum Ziel hin benötigt Zeit.
Während dieser Zeit wird nach einem genauen Strategie-Plan vorgegangen, der nicht einfach nur ein paar Schritte zum Ziel enthält.
Ein Strategie-Plan geht tiefer: Bei der Planung der Strategie wird zum Beispiel berücksichtigt, ob man eher konservativ oder spekulativ in Aktien anlegt. Es werden auch mögliche Schwierigkeiten durchdacht und Lösungswege geplant. Auch andere Faktoren, die den Weg zum Ziel beeinflussen könnten, werden mit einkalkuliert.

OK - drei Dinge braucht ein Mann ... - ein Aktienstratege fünf: Zeit - Plan - Hirn - Ziel - und Kreativität!

ZEIT - Natürlich muss man im Aktiengeschäft manchmal schnell handeln. Aber dieses schnelle Handeln ist ein Teil des Planes. Wenn Situation soundso eintritt, dann reagiere ich sofort und ...!
Aber bei der Komponente Zeit geht es schon um das Ziel. Und was ist das Ziel?

ZIEL - Mit Sicherheit kann man "Ich will hin und wieder Aktien kaufen!" nicht als Ziel bezeichnen. Je nach Anlegertyp könnte es folgendermaßen definiert sein:
PLAN - Um solch ein Ziel zu erreichen benötigt man einen guten Plan. Dieser muss zunächst nicht einmal schwer sein. Er beinhaltet Punkte wie:
HIRN - Und was soll nun das Hirn bedeuten? Es soll darauf hinweisen, dass der Plan zusätzlich ein ausgeklügelter und raffinierter Plan sein muss. Er sollte auch dann funktionieren, wenn es Probleme gibt! Zumindest sollten Eventualitäten angedacht und Lösungs- und / oder Handlungsmöglichkeiten vorbereitet sein, zum Beispiel:
KREATIVITÄT - Es scheint, als wäre schon alles gesagt! Aber dem ist nicht so, denn während ich auf mein Ziel zugehe, komme ich in Situationen, die ich nicht bedacht hatte. An diesem Punkt benötige ich Kreativität - schöpferische Kraft um weitere Optimierungen an meiner Strategie auszuarbeiten und umzusetzen. Ich habe diese Worte bewusst gewählt. Es geht nicht darum sich schnell etwas auszudenken, nein, es sollten durchdachte Vorgehensweisen erarbeitet werden, die danach in die Strategie mit eingebaut werden!

Was bleibt noch zu sagen?
Wenn Sie in Aktien anlegen, dann spekulieren Sie bitte mit einer Strategie. Fertige Aktien-Strategien gibt es wie Sand am Meer. Sie können eine übernehmen oder verschiedene Komponenten aus verschiedenen Strategien zusammenbauen. Eventuell haben Sie auch ganz eigene Ideen. "Basteln" Sie einfach drauf los - entwickeln Sie Ihre eigene Strategie und scheuen Sie sich nicht, diese auch wohlüberlegt zu optimieren. Und noch etwas: Gestalten Sie Ihre Strategie nicht zu kompliziert.

Ich weiß nicht - muss ich noch eine Begründung für diese Börsenregel abgeben?
Ja! - na gut, dann gebe ich diese:

Sie sollten deshalb nur mit einer Strategie spekulieren,
"weil an der Börse nicht geklingelt wird"!

Bei uns zu Hause wurde die Haustür nie abgeschlossen. Eine Klingel gab es erst recht nicht. Deshalb konnte es vorkommen, dass plötzlich irgendjemand mitten in der Stube stand.
So ist es auch an der Börse. Es nützt Ihnen nichts, wenn Sie sozusagen eine Klingel an Ihrem Depot befestigen. Die Börse wird nicht klingeln, weil an der Börse nicht geklingelt wird. Sie müssen schon selber dafür sorgen, dass Ihr Depot von unangenehmen Eindringlingen heimgesucht wird. Dazu dient eine Strategie. Sie wirkt von innen nach außen - sie ist die Firewall, der Spam- und Virenschutz Ihres Depots!

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03 November 2008

 

Börsenregel 8: "Greifen Sie nie in ein fallendes Messer!"

Der Trend will Ihr Freund sein!

Diese Börsenregel erinnert mich an ein dummes Spiel aus meiner Jugendzeit.

Damals flimmerten noch viele Western über die Mattscheibe. Faszinierend war immer, wenn Matt Dillon in "Rauchende Colts" schneller zog als irgendein berühmter Revolverheld. Breitbeinig standen sich beide gegenüber - die Sonne brannte vom Himmel herunter - ein Pflanzenknäuel wurde vom Wind über die Straße gerollt - die Menschen hatten sich in die Häuser verkrochen - beide hatten Schweißperlen auf der Stirn (der Böse mehr) und die Musik untermalte das ganze Szenario noch dementsprechend. Die Spannung stieg - die Colts wurden gezogen - der Böse fiel tot um - die Gerechtigkeit hatte gesiegt!

Wir kamen damals auf die dumme Idee, ein Messer in die Mitte des Tisches zu legen und in einem bestimmten Augenblick nach ihm zu greifen. So zogen wir den Colt! Bis - ja bis ein junger Mann nicht nach dem Griff des Messers fasste, sondern nach der Schneide. Sie können sich sicherlich gut vorstellen, was damals passierte. Glücklicherweise ging es aber nicht ganz so schlimm aus, wie wir zunächst vermuteten.

Ich denke, dass dieses Beispiel die möglichen Folgen der Nichtbeachtung der Börsenregel sehr deutlich macht. Wer in ein fallendes Messer greift, kann sehr leicht den Griff verfehlen und an der Schneide zupacken. Hinzu kommt noch, dass er automatisch fester als gewöhnlich danach greift und sich damit umso mehr verletzt.

Auf Aktien angewandt bedeutet dies:

Kaufe nie eine Aktie, deren Kurs stark fällt!

Vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen. Sie beobachteten, wie eine Aktie fiel und fiel. Irgendwann stellte sich bei Ihnen das Gefühl ein - vielleicht weil sich der Kurs gerade etwas gefangen hatte -, dass eine Trendwende bevorstand. Und Sie vertrauten diesem Gefühl - und Sie schlugen mit einem netten Sümmchen zu. Innerlich stolz träumten Sie vom großen Reichtum, weil Sie den optimalen Kauf-Zeitpunkt erkannt hatten.

Es dauerte gar nicht lange, da platzte dieser Traum. Ihr Gefühl - oder der besondere Tipp, oder was auch immer - hatte Sie getäuscht. Die Aktie fiel weiter und weiter - Ihre Verluste wurden größer und größer ...

Lassen Sie uns auf das fallende Messer zurückkommen.
Irgendwann wird das Messer am Boden angelangen und dort stecken bleiben.
STOPP! Auch das ist nicht der richtige Kauf-Zeitpunkt! Theoretisch schon, aber was beim Messer klar zu erkennen ist - bei einer fallenden Aktie ist die Bestimmung dieses Zeitpunktes reine Glückssache!

OK - das Messer steckt also gerade in der Erde. Ich bücke mich und ziehe es heraus, um es wieder in die Schutzhülle zu stecken. Dieses Vorhaben ist nicht sofort ersichtlich. Ich könnte stattdessen auch noch ein wenig am Boden herumkratzen ...

Was will ich damit sagen?
So erzielen Sie Gewinne!
So vermeiden Sie Verluste!
Und so bewahrheitet sich zudem einmal mehr,
dass der Trend Ihr Freund ist!

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01 November 2008

 

Börsenregel 7: "Halten Sie sich an den Trend - er ist Ihr Freund!"

Trendy sein kann ganz schön teuer sein!

Es ist gut möglich, dass Sie gerade umdenken müssen!
Bisher haben Sie zum Trend eher ein zwiespältiges Verhältnis. Ja, er war und ist eigentlich Ihr Freund - in gewisser Weise Ihre "große Liebe"! Aber eben nur "eigentlich"! Diese Freundschaft ist nämlich gleichzeitig auch eine Feindschaft. Wenn er könnte, so würde Ihr Geldbeutel dem Trend den Krieg erklären. Aber das geht ja nicht! Also bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als weiterhin diese Hassliebe zu pflegen. Ja, Sie lieben es, trendy zu sein. Aber Sie hassen den überdurchschnittlich hohen Preis für diese Liebe. Die Freundschaft zum Modetrend muss teuer bezahlt werden!

Und warum sollte das bei Aktien anders sein? Warum sollte hierbei der Trend ein wirklicher Freund sein - eine echte Freundschaft beinhalten? Warum sollte Sie ausgerechnet diese Freundschaft nicht auch teuer zu stehen kommen?

Vielleicht denkt der eine oder andere Leser, dass die Trendfreundschaft so manches Mal auch ganz schön teuer sein kann. Dem stimme ich nicht zu. Meines Erachtens nach zeugt dieser Umstand von einer einseitigen Freundschaft. Lassen Sie mich das so erklären:
Der Trend ist also Ihr Freund - und Sie sind der Freund des Trends. So sieht normalerweise eine Freundschaft aus! Sie betrifft beide Seiten - sie beruht auf Gegenseitigkeit!

Damit es so bleibt, muss die Freundschaft aber gepflegt werden.
Der Trend kommt dieser Anforderung ganz automatisch nach. Tag für Tag liefert er seine Zahlen und buhlt um Ihre Gunst.
Aber wie ist es mit Ihrer Zuneigung? Kümmern Sie sich um den Trend? Pflegen Sie Ihre Freundschaft zu ihm?
Wenn Sie diese Frage mit "Nein" beantworten, dann kann Sie die "Freundschaft" zum Trend tatsächlich teuer zu stehen kommen!

Natürlich ist auf der anderen Seite auch klar, dass der Trend unberechenbar ist. Selbst wenn man seine Freundschaft zu ihm pflegt, kann er einen doch so manches Mal gewaltig überraschen. Wahrscheinlich will er damit nur seine Beziehung zu Ihnen etwas beleben! Und Hand aufs Herz: Teuer muss die Freundschaft dennoch nicht sein! Auch wenn Sie etwas Geld verlieren, so waren Sie doch schon längere Zeit beim Aufwärtstrend mit dabei und haben von daher mit Sicherheit Gewinne erzielt.

Wie ich das meine? Ein kleines Beispiel soll Ihnen das verdeutlichen:
  1. Nehmen wir einmal an, dass man im Nachhinein sagen kann, dass Aktie "XY" bei einem Kurs von 100 € einen Trendwechsel vollzog.
  2. Natürlich konnten Sie das damals nicht riechen. Sie hatten den Trend beobachtet und sich beim Kurs von 105 € gesagt, dass es bei dieser Aktie zum Trendwechsel gekommen ist und sie sich im Aufwärtstrend befindet.
  3. Daraufhin kauften Sie Aktien von "XY".
  4. Der Trend bestätigte sich weiterhin - die Aktie "XY" stieg über einen längeren Zeitraum auf - 107 - 110 - 113 - 116 - 121 - 125 - 130 €.
  5. Plötzlich hatte Ihr "Freund" von dieser Richtung genug und vollzog einen Trendwechsel nach unten. Im Nachhinein konnte man diesen beginnenden Abwärtstrend bei einem Kurs von 130 € festnageln.
  6. Sie hatten das erst bei einem Kurs von 125 € realisiert und die Aktien verkauft.
Hätten Sie die Zahlen vorher gewusst, so hätten Sie pro Aktie einen Gewinn von 30 € einstecken können. Aber ein solches Wissen ist Zufall oder reine Glückssache. Sie hatten bei 105 € gekauft und bei 125 € verkauft.

Ihr Gewinn pro Aktie belief sich also nicht auf 30 €, sondern auf "nur" 20 €! Dennoch war der Trend Ihr Freund, denn in seiner Freundschaft hatte er Ihnen zu einer saftigen Rendite verholfen!

Aber wie können Sie nun Ihre Freundschaft zum Trend pflegen?
Indem Sie sich um ihn kümmern - im Sinne von beobachten!

Vielleicht "predige" ich gerade über Ihre Köpfe hinweg. Deshalb möchte ich die grundlegenden Begriffe mit einfachen Worten erklären:
Wenn es nun darum geht, dass der Trend Ihr Freund ist, dann sollten Sie sich so verhalten, dass ein sich abzeichnender Aufwärtstrend dazu genutzt wird, Aktien zu kaufen. Und wenn ein Abwärtstrend erkennbar ist, sollten die Aktien schleunigst verkauft werden.

Nehmen Sie also die Witterung des Trends auf - kommen Sie ihm auf die Schliche - lassen Sie sich nicht von ihm an der Nase herumführen! Und beachten Sie vor allen Dingen die Begriffe "abzeichnen - erkennbar ist". Sie sollten nur auf Trends reagieren, die deutlich erkennbar sind!

Es gibt noch eine andere Börsenregel, die im Grunde genommen das Gleiche auf andere Art und Weise zum Ausdruck bringt. Sie lautet:

Gewinne laufen lassen - Verluste begrenzen!

Für Sie heißt dies:
Lassen Sie Ihre Gewinne im Aufwärtstrend laufen. Sobald sich aber ein Abwärtstrend abzeichnet, müssen Sie Ihre Verluste begrenzen, indem Sie sich von diesen Aktien trennen!

PS: Über Trends werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher schreiben!

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28 Oktober 2008

 

Börsenregel 6: "Werden Sie nur dann Miteigentümer eines Unternehmens, wenn Sie es auch kennen!"

Was für den Hächsler gilt, ist bei Aktien Pflicht!

Nehmen wir einmal an, dass Sie gemeinschaftlich mit Ihrer Nachbarschaft einen Hächsler zur gemeinsamen Nutzung anschaffen möchten. Werden Sie da bei der Auswahl nicht ein Wörtchen mitreden wollen? Und werden Sie sich da nicht auch gründlich über die verschiedenen Produkte informieren? Und werden Sie nicht, wenn von den anderen ein Modell mit schlechten Tests oder wenig Leistung ausgewählt wurde, von einer Mitfinanzierung Abstand nehmen?

Da bin ich mir ganz sicher. Bestimmt werden Sie nicht sagen: "Macht nur - ich zahle!" Und ganz bestimmt werden Sie recherchieren, was es auf dem Markt für Geräte gibt, welche Vor- und Nachteile sie haben. Eventuell fragen Sie auch in der Verwandtschaft nach. Auch nach Tests werden Sie suchen und eine Beratung im Fachhandel in Anspruch nehmen.

Und wenn dann Ihre lieben Nachbarn darauf bestehen einen Hächsler mit 230 Volt zu kaufen - Sie aber mehr Leistung möchten - tja, dann werden Sie wohl von einer Kosten-Beteiligung absehen.
Ihr Baumschnitt besteht eben nicht nur aus 2,5 cm Ästchen und Sie wollen mit dem Hächsler auch die Gartenabfälle kleinschnitzeln ...
Da hilft es nicht, wenn die anderen sagen, dass dies auch mit dem 230-Volt-Gerät möglich ist. Sie haben in einem "privaten Test" gelesen, dass es da Probleme geben könnte und zudem hat Ihnen Ihr Onkel gesagt, dass er sich nur noch für ein Starkstromgerät entscheiden würde!

Soviel zu Ihrem Hächsler, Rasenmähertraktor oder was auch immer.
Und die Moral von der Geschicht?
Nun - wenn Sie Miteigentümer an einem Unternehmen werden wollen, sollten Sie genauso vorgehen. Ordern Sie nur Aktien von solchen Unternehmen, die Sie auch kennen.

Sagen Sie nicht zu Ihrem Anlageberater: "Ich verlasse mich da ganz auf sie!", oder zu Ihrem Arbeitskollegen: "Hast Du nicht einen Tipp für mich?"

Nein, Sie sind auf dem besten Wege Miteigentümer eines Unternehmens zu werden. Da besteht für Sie Informationspflicht, nicht einfach kaufen, weil der Name so schön klingt - oder weil Sie ein Urvertrauen in diese Firma haben, ohne zu wissen, woher es rührt!

Nehmen Sie das Unternehmen unter die Lupe! Recherchieren Sie im Internet und schauen Sie sich auf verschiedenen Seiten
Erst dann sollten Sie kaufen. Und ob Sie's glauben oder nicht:

Es kann sehr gut sein, dass Sie sich schlussendlich doch noch für die Konkurrenz aus derselben Branche entscheiden!

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24 Oktober 2008

 

Börsenregel 5: "Verlieben Sie sich nicht zu sehr in Ihre Aktienpakete!"

Verpflichten Sie sich stattdessen zum Aktionärs-Zölibat!

Wir kennen das. In Filmen wird es immer wieder thematisiert. Die Frau seiner Träume will ihn nicht verletzen und sagt zu ihm: "Du - lass uns einfach nur Freunde sein!" Auf gar keinen Fall soll Liebe mit ins Spiel kommen.
Natürlich sagt er: "Klar, sehe ich genauso - mir geht es auch nur um Freundschaft!" In ihm schreit aber - fast schon hörbar - die Hoffnung nach mehr.
Unter diesen Bedingungen ist eine "nur Freundschaft" einfach nicht möglich!

Genauso wenig kann man wohl die meisten Menschen mit einer Verpflichtung zum Zölibat hinter dem Ofen hervorlocken. Dafür sind wir einfach nicht geschaffen - weder das Weiblein - und schon gar nicht das Männlein!

Freundschaft ist nicht genug - das Zölibat nicht erstrebenswert - bleibt also nur die Liebe?

Als Aktionäre mit attraktiven Aktien kann es uns genauso gehen. Alles läuft gut. Zwischen unseren Wertpapieren und uns besteht eine Art Freundschaft.
Zudem sind wir stolz auf unsere Auserwählten und plötzlich sind es unsere Lieblinge. Aus ihnen werden Geliebte. Ein Eheversprechen folgt. "Nein - niemals - wirklich niemals werde ich mich von Euch trennen!"
Zu diesem Zeitpunkt ist es längst um uns geschehen. Aus der rosaroten Brille wird eine dunkelrote. Hoffnungslos verfallen in Liebe bleibt die Keuschheit auf der Strecke. Beim Tanz über das glatte Börsenparkett sind wir unseren Schätzen schutzlos ausgeliefert.

Und ob Sie's glauben oder nicht - es ist wie bei der Liebe zwischen Mann und Frau. Sie macht blind. Sämtliche Anzeichen dafür, dass man vielleicht doch noch mal in sich gehen sollte - die Beziehung analysieren sollte - werden in den Wind geschlagen. Eine Trennung kommt nicht infrage!

Der tolle Aktien-Charakter outet sich bei Kurseinbrüchen als egozentrische Aktien-Verhaltensweise. Macht nichts, das liegt in der derzeitigen Krisensituation begründet. Das gibt sich wieder. Danach geht's wieder aufwärts. Die Treue ist derzeit das wichtigste Gebot - der Rest wird schön geredet.

Dabei wäre es gar nicht so schwer eine Trennung zu vollziehen. Niemandem muss man in die Augen schauen - kein Herz brechen - einfach nur verkaufen ...

Dies gilt auch im großen Stil. Wenn alle Werte eines Depots ihre Liebe aufkündigen. Warum sollte man sich dann wie ein Stalker benehmen? Das ist doch ätzend - das gehört sich doch nicht!

Hören Sie also auf Ihre Aktien, wenn sie sagen: "Lass uns einfach nur Freunde sein!"
Da fällt mir: Es gibt ja ein moderneres Wort für das, was ich sagen möchte - Lebensabschnittspartner!

Betrachten Sie Aktien als Lebensabschnittspartner. Wenn es nicht mehr geht, dann trennt man sich eben. Schön war die Zeit - aber nun ist sie vorbei - ein künftiges Schönreden gibt es nicht!

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21 Oktober 2008

 

Börsenregel 4: "Streuen Sie Ihr Risiko!"

Empfehlung oder Befehl?!

Ach - Sie meinen das hatten wir schon - letztes Mal beim "Markowitz"! Ja richtig! Meine Börsenregel Nr. 3 beinhaltet tatsächlich eine Risikostreuung - eine Risikostreuung in Anlehnung an die Portfoliotheorie des Nobelpreisträgers Harry M. Markowitz.

Und im Grunde genommen war da auch schon alles gesagt. Aber - nicht immer liegt in der Kürze die Würze. Ihnen könnte entgangen sein, dass ich "ein Markowitz ist nicht einfach eine lange Liste von Aktien" schrieb! Der Schwerpunkt von Regel 3 lag ja auch darin, dass Sie Ihr Risiko in verschiedene Kapitalanlageformen streuen sollten - Lebensversicherung(en) - Bundesschatzbrief(e) - Bausparvertrag (Bausparverträge) - ... - Aktien!

Ist es Ihnen aufgefallen? Haben Sie gemerkt, dass ich bei Aktien den Plural nicht in Klammern setzte? Das habe ich bewusst gemacht. Das ist der Inhalt von Regel 4! Streuen Sie Ihr Risiko in mehrere Aktienpakete! Nicht ein Aktienpaket - nicht zwei - nicht drei! Nein - mindestens vier sollten es sein - besser sechs - "höchstens" zehn!

"Ach ja - das ist schon die richtige Botschaft für Anfänger", sagen Sie vielleicht. "Ich bin aber ein fortgeschrittener Börsianer und zudem noch risikofreudig."

Soll ich Ihnen was sagen? Dann gilt Ihnen diese Regel erst recht!

OK! Einsteiger machen sehr oft den Fehler, dass sie Ihr Aktiendepot mit nur einem einzigen Aktienpaket "füllen". Irgendjemand hat ihnen ins Ohr geflüstert, dass die Aktien des Unternehmens XY ein todsicherer Tipp sind - der große Gewinn quasi auf der Straße liegt - und schwuppdiwupp landete ein Aktienpaket dieser AG im Depot. Dabei blieb es - eventuell kaufte man immer mal wieder einige dazu - natürlich nur Aktien dieses Unternehmens. Der große Gewinn hatte sich sowieso als "Ente" erwiesen ...

Ja - den ultimativen Aktientipp gibt es nach wie vor nicht und man kann wirklich froh und dankbar sein, wenn die Sache noch so gut ausgeht. Die Aktien der Firma XY könnten genauso gut eine Fehlspekulation gewesen sein. Dann ist das Geld futsch - Sie stinksauer - und möglicherweise sind Sie auch vom Aktionärsdasein für immer geheilt. Dabei waren Sie selber schuld. Sie hatten die Regel der Risikostreuung nicht beachtet! Kein seriöser Anlagenberater wird Ihnen die Empfehlung eines Ein-Aktienpaket-Depots geben - nicht einer!

Und was ist mit Ihnen - ich meine Sie - den fortgeschrittenen und risikofreudigen Spekulanten? Sie wollen doch Ihr Geld auch nicht verlieren?!
Gerade wenn Sie in hoch spekulative Werte investieren, sollten Sie Einige davon haben und den größeren Teil mit Blue-Chips besetzen! Sicher ist sicher!

Ach ja - da fällt mir gerade noch ein, dass es auch Börsianer gibt, die zwar die Risikostreuung beachten, aber dabei völlig falsch vorgehen! Das hört sich nun so an, als ob es ziemlich schwer ist, das Risiko zu streuen. Ist es aber nicht. Wir Menschen sind halt manchmal ein bisschen festgefahren - so auch hier.

Ein Beispiel: Sie sind ein Auto-"Fanatiker". Klar - in Ihrem Depot ist ein Aktienpaket einer Automobil AG. Und nun haben Sie eingesehen, dass Sie das Risiko streuen sollten. Was liegt also näher, als in weitere Aktienpakete Ihrer Automobilmarken-Favoriten zu investieren? Gedacht, getan - das Risiko ist so aber nicht gestreut!

Warum nicht? Weil Sie in nur eine Branche gestreut haben. Geht es genau dieser Branche als Ganzes schlecht, so geht es Ihrem ganzen Depotinhalt schlecht! Zurzeit ist dies ja bei einigen Branchen mehr als deutlich!

Wie sollen Sie dann Ihr Risiko streuen?
Die Antwort liegt wohl auf der Hand.

Kaufen Sie Aktienpakete unterschiedlicher Branchen und
eventuell auch unterschiedlicher Länder
(dabei aber das Währungsrisiko beachten!).

Zum Schluss noch ein paar Beispiel-Rechnungen - ausgehend von der gleichen Anlagesumme pro Aktienpaket:

Depot 1: Aktienpakt AB
Depot 2: Aktienpaket AB + Aktienpaket CD
Depot 3: Aktienpaket AB + Aktienpaket CD + Aktienpaket EF + Aktienpaket GH + Aktienpaket IJ + Aktienpaket KL

Gewinnrechnung: AB +30%, CD +20%, EF +20%, GH +30%, IJ +25%, KL +25%.

Verlustrechnung: AB -30%, CD +10%, EF +5%, GH -20%, IJ +25%, KL +20%.

Fazit:

Lieber das Risiko streuen und eventuell geringere Gewinne erzielen als ungestreut große Verluste einstecken!
Börsenregel Nr. 4 = wiederum keine Empfehlung sondern ein Befehl!

Fast hätte ich es vergessen:

Das Anlagekapital sollte dabei natürlich gleichmäßig auf die Aktienpakete verteilt sein!

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17 Oktober 2008

 

Börsenregel 3: "Investieren Sie Ihr Kapital nicht nur in Aktien!"

Oder: Eröffnen Sie ein "Markowitz"!

Der Nobelpreisträger Harry Max Markowitz entwickelte eine Anlagestrategie, die soweit möglich ernst genommen und auf Kapitalanlagen angewendet werden sollte. Folgende Punkte erachte ich dabei für besonders wichtig:
Wenn es Ihnen und mir gelingen sollte, diese Punkte in einer ausbalancierten Form auf unser Depot zu übertragen, dann wird uns die Portfoliotheorie von H. M. Markowitz zu einer optimal zusammengestellten Kapitalanlage verhelfen.

Was hat nun die Börsenregel mit Herrn Markowitz zu tun? Oder: Was soll denn ein "Markowitz" sein?
Ehrlich gesagt überlege ich schon eine ganze Weile, wie ich das besondere Depot nach Markowitz nennen soll. Mir fällt da einfach nichts ein. Und deshalb nenne ich das Ganze zu Ehren von Herrn Markowitz nicht Depot, sondern "Markowitz".

OK! Aber was ist nun das ganz Besondere des "Markowitz", auf das ich im Zusammenhang mit der Börsenregel zu sprechen kommen möchte?

Nun, ein "Markowitz" ist nicht einfach eine lange Liste von Aktien, die sich in meinem Depot befinden. Ein typisches "Markowitz" beinhaltet verschiedene Kapitalanlageformen - es ist die Summe aller Wertgegenstände.

Wenn ich Sie also ermutige, ein "Markowitz" zu eröffnen, dann möchte ich Ihnen damit nahelegen, Ihr Kapital nicht nur in Aktien anzulegen. Streuen Sie Ihr Kapital - streuen Sie Ihr Risiko auch auf diese Art und Weise - beachten Sie Ihre Planungen und Wünsche für die Zukunft - stellen Sie Ihr Depot ganz individuell auf sich ein. Das ist dann in etwa eine optimale Kapitalanlage!

Und was beinhaltet dann ein "Markowitz"?
Nicht nur Aktien, sondern eben auch andere Anlageformen. Am Besten stellen Sie vielleicht gleich Ihren derzeitigen "Markowitz" zusammen:
Ich höre schon Ihre Einwendungen: "Welcher Normalsterbliche kann sich denn ein "Markowitz" leisten? Ich wäre froh, wenn ich mir ein Aktienpaket zulegen könnte! Und überhaupt, warum sollte ich nicht diesen sicheren Aktien-Gewinn in voller Höhe mitnehmen? ..."

Sie haben recht. Für Otto Normalverdiener ist es fast unmöglich.
Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass ich Sie mit meiner Liste gar nicht so sehr entmutigt habe.

Viele Bundesbürger haben Lebensversicherungen und Bausparverträge. Und das Sparbuch und / oder das Tagesgeldkonto gehört ja auch dazu! Wichtig wäre dabei nur, dass Sie diese Anlagen als ein Ganzes betrachten und insofern dann auch die Summen in eine Ausgewogenheit bringen.

Das andere Argument ist schon schwerwiegender.
Tja - warum sollte man - wenn man schon nicht so viel Geld anlegen kann - den sicheren Gewinn durch diese Splittung verkleinern? Die Antwort kennen Sie bereits. Weil der Aktien-Gewinn nie so sicher ist, wie man sich das erträumt. Wenn Sie mit Verlust verkaufen müssen, dann werden andere Träume und Planungen zerplatzen!

Eines sollten Sie aber auf gar keinen Fall tun, nämlich nur in ein Aktienpaket anlegen (siehe Aussage weiter oben). Dann wäre nämlich das Risiko überhaupt nicht gestreut!

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14 Oktober 2008

 

Börsenregel 2: "Spekulieren Sie NIEMALS mit Brauch-Geld!"

Auch das ist keine Empfehlung sondern ein Befehl!

Vergangene Woche rutschte mir das Herz immer weiter in die Hose. Täglich ging es mit der Börse bergab - stetig - unaufhaltsam - ohne einen Endpunkt zu signalisieren.

Dann kam das Wochenende mit seinen Krisenbewältigungsmaßnahmen und Bankenrettungspaketen.

Und gestern? Gestern kam es an der Börse zu einem Kursfeuerwerk. Die Hoffnung lebte wieder auf. Ob dies nun allerdings schon der Beginn des ersehnten Aufwärtstrends ist, wird sich zeigen.

Sicher ist aber, dass die aufkeimende Hoffnung Früchte tragen wird.
Bei der vorausgegangenen Panik waren die Früchte die, dass Wertpapiere in Massen verkauft wurden. Man wollte retten, was noch zu retten war.
Nun wird sich - zumindest so nach und nach - das Blatt wieder wenden. Jetzt liegt wieder der Geruch des schnellen Geldes in der Luft und Top-Tipps werden die Runde machen.

Ich kann gut verstehen, dass gerade nicht sehr betuchte Menschen diese Witterung aufnehmen, ihr Ohr den Top-Tipp-Flüsterungen zuneigen und beginnen, an ihr Glück zu glauben. Warum sollten sie denn nicht todsichere Gewinne mitnehmen?

Allerdings gibt es da ein kleines Problem - die Kohle - das Geld - die finanziellen Mittel. Sind gar keine da, steht man plötzlich in der Gefahr, einen Kredit aufzunehmen.
Das sollte auf gar keinen Fall getan werden!

Aber es gibt auch Menschen, die für irgendeine Anschaffung, die kurzfristig getätigt werden muss, Geld zur Seite gelegt haben. Warum also die verbleibende Zeit nicht dazu nutzen, satte Gewinne abzuschöpfen? Wenn, dann sollte man doch jetzt kaufen? Nächste Woche ist es eventuell schon zu spät - der Zug der großen Renditen abgefahren! Und überhaupt - warum sollten nur die Großaktionäre noch reicher werden? Ich / wir können das Geld viel besser gebrauchen!

Lassen Sie die Finger davon - befolgen Sie die oben genannte Börsenregel. Niemand von uns kann im Voraus sagen, ob Ihre Rechnung aufgeht. Sicher - manche hatten Glück - haben gewonnen - die anderen Male, als sie verloren, verschweigen sie natürlich!

Spekulieren Sie deshalb NIEMALS mit Brauch-Geld! Dabei ist es auch völlig egal, ob Sie dieses Geld kurzfristig wieder benötigen oder einfach nur anderswo für irgendetwas brauchen. Sobald Sie für Spekulationen irgendwelches "BRAUCH-GELD" antasten müssen, sollten / müssen Sie die Finger davon lassen! Es steht in den Sternen, zu welchem Kurs Sie die Wertpapiere am Tag X verkaufen können!

Fazit:
Nur ein Maulheld verleitet zum Spekulieren mit Brauch-Geld!
Falls Sie dabei verlieren die Börsenregel aus dem Blickfeld,
werden Sie zahlen das Lehrgeld!

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10 Oktober 2008

 

Börsenregel 1: "Spekulieren Sie NIEMALS auf Kredit!"

Das ist keine Empfehlung - auch kein Tipp - Das ist ein Befehl!

Ich höre zwei Stimmen - Stimmgruppen. Die einen sagen enttäuscht: "Herr Molzahn - das ist doch ein alter Hut. Das wissen wir doch. Das ist doch bekannt. Das ist der 1. Lehrsatz des Börseneinmaleins. Kein Mensch macht so etwas!"

Schön wäre es - womit wir bei den anderen Stimmen angekommen sind. Diese lachen ziemlich höhnisch, überheblich, winken ab und sagen kopfschüttelnd: "Wir wären ja blöd, wenn wir für diesen Top-Performer keinen Kredit aufnehmen würden. Das ist eine todsichere Aktie. In kürzester Zeit haben wir ein Vielfaches an Gewinn. Dann werden ein paar verkauft, der Kredit abbezahlt und wenig später sind wir reich - vermögend - wenn nicht gar Millionäre!

Ich habe tatsächlich beides erlebt:

Lassen Sie mich zum Schluss noch das Gefährliche der Missachtung dieses Gesetzes / Gebotes ein wenig skizzieren:
  1. Sie nehmen Geld auf und müssen dafür Zinsen bezahlen!
  2. Diese Zinsen mindern den erstrebten Gewinn!
  3. Das verleitet dazu, in hochspekulative Aktien anzulegen!
  4. Bei Zocker-Aktien brechen die Kurse gerne gewaltig ein!
  5. In kürzester Zeit schwinden dadurch die Sicherheiten bei der Bank - in Bankerdeutsch: Der kreditfähige Wert der Aktien sinkt!
  6. Die Bank wird weitere Sicherheiten verlangen!
  7. Falls die verlangten Sicherheiten nicht aus anderer Quelle gegeben werden können, wird ein Teil der Aktien zwangsverkauft!
  8. Diese zwangsverkauften Aktien werden mit großem Verlust verkauft!

WICHTIG:
Es benötigt keinen Crash, um auf diese Art und Weise viel Geld zu verlieren!

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07 Oktober 2008

 

Die Aufgabe von Börsenregeln

Börsenregeln sind die Gehhilfen der Aktionäre!

In meinen letzten zwei Posts bin ich jeweils auf eine Börsenregel zu sprechen gekommen. Sie erinnern sich - da war von
die Rede.

Na ja - beides sind Regeln, die im Moment sehr schwer zu interpretieren sind. Ist der derzeitige Trend wirklich noch ein Freund und kann man in dieser mehr als turbulenten Phase noch die Ruhe bewahren?

Im Fernsehen wurde von verschiedenen Seiten her dazu aufgefordert, aufgrund der Bankenkrise nicht die Sparkonten zu plündern. Das hätte fürchterliche Folgen. Davon bin ich überzeugt!
Genauso überzeugt bin ich aber auch davon, dass Panikverkäufe von Aktien auch nicht spurlos am Börsengeschehen vorbeigehen!

In der Presse wurde vergangene Woche von Warren Buffet berichtet. Er - als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt - rät zum Einstieg und ging mit gutem Beispiel voran. Sollen wir es ihm gleichtun? ...


In nächster Zeit möchte ich über weitere Börsenregeln / Anlageregeln schreiben und sie ein wenig kommentieren. Heute beginne ich allerdings damit, ein paar grundlegende Gedanken zu Börsenregeln zu äußern.

Man kann es nicht oft genug sagen. Ob beim Zusammenleben innerhalb der Familie, ob als Bevölkerung eines Staates, ob als Glieder in der Weltgemeinschaft - der Mensch, die Menschheit benötigt Regeln!

Natürlich gilt dies nicht nur für ein gesellschaftliches und völkisches Miteinander, sondern auch auf anderen Gebieten. Bauern haben ihre Berufs-Regeln - die Bauernregeln - für die Benutzung von verschiedenen öffentlichen Angeboten gibt es Regeln - oft als Ordnungen deklariert - in Bayern gibt es Weißwurst-Essens-Regeln - von der Bestellzahl über Weißbier, Brez'n, Senf und Sauerkraut - ...

Dabei muss man natürlich oft unterscheiden, ob diese Regeln nun Gesetze oder Empfehlungen darstellen. Gesetze sind oft Regeln ohne Ausnahme, die es "strengstens" zu befolgen gilt - Empfehlungen sollte man gründlich überdenken und eine Entscheidung treffen - normalerweise im Sinne der Regel, aber Ausnahmen können eine Regel auch bestätigen!

Und die Börsenregeln - was genau verbirgt sich hinter ihnen?
Wir Menschen sind in manchen Situation sonderbar gestrickt. Da hat man sich über Jahrzehnte eine Regel eingeprägt - hinter der man steht - die man für gut erachtet - die man auf alle Fälle befolgen möchte - die eigentlich ein persönliches Gesetz geworden ist - und plötzlich tritt eine Lebens-Situation ein, die einen diese Regel innerhalb weniger Stunden über den Haufen werfen lässt. Andere - und ich hoffe, dass diese die Mehrheit bilden, erfahren in solchen Lagen, dass ihre Regel ihnen hilft, die Situation gemäß der Regel zu meistern. Was wäre aber, wenn das Regelwerk nicht vorhanden gewesen wäre? Ich bin überzeugt, dass wir ohne Regeln viel schneller falsche Entscheidungen treffen.

Deshalb vergleiche ich Regeln sehr gerne mit "Gehhilfen". Auch - oder gerade - lebenserfahrene Menschen benötigen im täglichen Leben oft eine Gehhilfe. Gut - diese mag ihnen so manches Mal lästig sein, aber sicherlich überwiegt doch die Dankbarkeit, dass es so etwas überhaupt gibt. Der alternde Mensch bekommt damit eine Hilfe an die Hand, die er ganz bestimmt, insbesondere in schwierigen Situationen zu schätzen weiß.

Börsenregeln sind für mich die Gehhilfen auf dem ar...glatten Börsenparkett. Börsianer haben Gesetzmäßigkeiten, die sie beobachtet oder analysiert haben, in knappe Formeln gepackt. Dabei geht es nicht nur um Dinge, die jeder sieht, nein, sehr oft werden hier komplizierte und umfassende Zusammenhänge in einfache Worte gefasst.

Und wie sollten wir nun mit diesen Gehhilfen umgehen?
Fazit:
Die Börse werden wir mit diesen Regeln nicht in den Griff bekommen!
Eine Börsenweisheit sagt nämlich zu Recht: "Der Markt hat immer recht."

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03 Oktober 2008

 

Rettet die Kleinanleger!

Oder: Ich hat einen Kameraden. Einen bessren ...

Als ich noch ein Kind war, liebte ich es, wenn an Beerdigungen das Lied "Ich hat einen Kameraden, einen bessren findst du nicht ..." voller Emotionen vorgetragen wurde. Das klang immer so überzeugend. Es bewegte mich, dass hier Menschen darunter litten, einen wirklichen Freund verloren zu haben.

Als Kleinanleger habe ich den Eindruck, dass dieses Lied in den Börsen-Top-Ten seit Jahren Platz 1 einnimmt. Ein Kleinanleger-Kamerad nach dem anderen stirbt dahin - nicht wirklich - nein er / sie verlassen das Börsenparkett und wenden sich anderen Anlagemöglichkeiten zu. Den anderen wird immer mulmiger zumute und es ist nur eine Frage der Zeit bis auch sie ihren Aktien lebe wohl sagen. Irgendwann wird niemand mehr dem Kleinanleger den Begräbnis-Hit singen - die Gattung ist ausgestorben.

Ich möchte heute vier Gründe für diese Tendenz nennen:

Grund 1: Jugendliche haben keinen Bock auf Aktien!
In meinem Aktien-Buch habe ich schon darauf hingewiesen, dass niemand sich so leicht mit Aktien ein Vermögen ansparen kann wie Jugendliche. Aber - sie beißen nicht an. Sparen ist out - und Aktien kaufen erst recht! Zu dieser Haltung trägt sicherlich die Job-Unsicherheit einen gewaltigen Teil bei!
Eins meiner Kinder hatte schon in der Ausbildungszeit damit begonnen, Kapital anzusparen. Nach Abschluss der Lehre verlor es seinen Arbeitsplatz - das Ersparte war nun im Weg - genauer gesagt: Mein Kind wurde von Vater Staat fürs Sparen bestraft - das Geld musste weg! ...

Grund 2: Kleinanleger verlassen das sinkende Schiff!
Darüber habe ich schon gesprochen. Und ganz ehrlich - auch hier empfinde ich so, dass unsere Regierung mit der Abgeltungssteuer ihr Schärflein dazu beitragen wird. Die Spekulationsfrist wird abgeschafft - man will bei Gewinnen sofort mit verdienen.
Einen anderen Gedanken möchte ich noch ansprechen. Auch wenn ich nur Kleinanleger anspreche, so summieren sich doch viele Kleinlager zu Großanlegern. Und da ist es doch gar nicht so abwegig, wenn die abspringenden Kleinanleger selbst am Sinken des Schiffes nicht ganz unbeteiligt sind!
Meines Wissens nach muss ein Schiff einen gewissen Tiefgang haben. Ansonsten sinkt es. Dafür werden bei einer Fahrt ohne Ladung die Ballasttanks geflutet. Natürlich sind Kleinanleger kein Ballast - aber auch sie geben dem Börsengeschehen Tiefgang. Ohne diesen Tiefgang / die Aktionäre (auch die Kleinaktionäre) sinkt das Börsenschiff!

Grund 3: Neueinsteiger haben kein Interesse an Börsen-Schulung!
Ja - trotz allem - es gibt auch Interessierte, die ins "Aktien"-Geschäft einsteigen möchten. Das macht Hoffnung! Hört man sie aber reden, dann wird einem schnell bewusst, wohin die Reise geht. Gestern waren sie noch mit Sparbuchzinsen zufrieden - heute sind sie schon Börsen-Profis, die sich über sicherheitsbewusste Kleinanleger lustig machen, mit Börsen-Fremdwörtern um sich schmeißen und einzig in Wertpapiere mit dreistelligen Renditen investieren!
Das große Spiel darf also von vorne beginnen. Sie haben nichts, aber auch gar nichts aus der jüngsten Vergangenheit gelernt. Irgendwann platzt dann wieder die Blase - die Enttäuschung hat noch mehr Anhänger - eine Anlage in Aktien wird noch unwahrscheinlicher.
Warum setzen sich solche Leute nicht einfach einmal auf ihren Hosenboden und investieren ein wenig in die grundlegenden Dinge des Börsengeschehens? Stattdessen saugen sie nur die Botschaften der Experten mit den hochspekulativen Angeboten auf.
Da lobe ich mir ein älteres Ehepaar, das mit um Rat fragte. Beide knappe 60 Jahre alt wollen Sie noch in Aktien anlegen - aber vorher sich eingehend mit der Materie beschäftigen.
Es gibt so viele Aktien-Einsteiger-Ratgeber. Warum investiert man nicht einfach einmal ein bisschen Geld und schult sich, bevor man große Reden schwingt!

Grund 4: Regeln waren schon immer doof - Börsenregeln dann natürlich auch!
Es ist leider so. Regeln sind unbeliebt. Außerdem gibt es ja auch keine Regel ohne Ausnahme - also stehe ich wieder vor der Frage, was die Regel der Regel ist.
Nun - eine Regel besagt, dass man in turbulenten Phasen Ruhe bewahren soll! Die Ausnahme der Regel besagt für die meisten Anleger: Gerate in Panik und verkaufe!
Wohl gemerkt - so extrem ich auch formuliert habe - "Gerate in Panik und verkaufe!" ist die Ausnahme - nicht die Regel! Aber im Moment lautet die Ausnahme "Bewahre in turbulenten Phasen die Ruhe!"
Ehrlich gesagt geht es bei diesem Handeln überhaupt nicht um Regeln. Die Masse rennt dahin - aus Sicherheitsgründen folge ich, denn bei der Masse ist ein sicheres Zuhause. Wirklich?!
Es gibt sicherlich gute Gründe, die Ruhe nicht zu bewahren. Wenn ich zum Beispiel nur hochspekulative Aktien im Depot habe, dann darf ich ruhig nervös werden und zu retten versuchen, was noch zu retten ist!

Zum Schluss noch ein paar ganz persönliche Auf- und nicht Nachrufe:

Liebe Jugendliche! Bitte denkt - trotz aller Widrigkeiten im unsicheren Berufsleben - auch an Eure Altersvorsorge. Mit einem geringen Einsatzkapital lässt sich in 40 Jahren ein gewaltiges Sümmchen ansparen.

Liebe scheidende Kleinanleger! Lasst Euch nicht zur Panik verleiten. Mit unnötigen Verkäufen sägt Ihr - um nochmals ein anderes Bild zu verwenden - den Ast ab, auf dem Ihr sitzt!

Liebe Neueinsteiger! Belegt eine Börsen-Grundausbildung und absolviert eventuell noch eine Weiterbildung. Fallt um Himmels willen nicht auf die "ganz großen Gewinne" herein.

Liebe Kameraden! Im Leben geht es nicht ohne Regeln - auch nicht im Börsen-Leben. Haltet Euch an diese Hilfen. Definiert genau, welches die Regel und was die Ausnahme ist. Und falls Ihr Euch einmal für eine Ausnahme entscheidet, dann solltet Ihr gute Gründe dafür haben!

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