17 Oktober 2008

 

Börsenregel 3: "Investieren Sie Ihr Kapital nicht nur in Aktien!"

Oder: Eröffnen Sie ein "Markowitz"!

Der Nobelpreisträger Harry Max Markowitz entwickelte eine Anlagestrategie, die soweit möglich ernst genommen und auf Kapitalanlagen angewendet werden sollte. Folgende Punkte erachte ich dabei für besonders wichtig:
Wenn es Ihnen und mir gelingen sollte, diese Punkte in einer ausbalancierten Form auf unser Depot zu übertragen, dann wird uns die Portfoliotheorie von H. M. Markowitz zu einer optimal zusammengestellten Kapitalanlage verhelfen.

Was hat nun die Börsenregel mit Herrn Markowitz zu tun? Oder: Was soll denn ein "Markowitz" sein?
Ehrlich gesagt überlege ich schon eine ganze Weile, wie ich das besondere Depot nach Markowitz nennen soll. Mir fällt da einfach nichts ein. Und deshalb nenne ich das Ganze zu Ehren von Herrn Markowitz nicht Depot, sondern "Markowitz".

OK! Aber was ist nun das ganz Besondere des "Markowitz", auf das ich im Zusammenhang mit der Börsenregel zu sprechen kommen möchte?

Nun, ein "Markowitz" ist nicht einfach eine lange Liste von Aktien, die sich in meinem Depot befinden. Ein typisches "Markowitz" beinhaltet verschiedene Kapitalanlageformen - es ist die Summe aller Wertgegenstände.

Wenn ich Sie also ermutige, ein "Markowitz" zu eröffnen, dann möchte ich Ihnen damit nahelegen, Ihr Kapital nicht nur in Aktien anzulegen. Streuen Sie Ihr Kapital - streuen Sie Ihr Risiko auch auf diese Art und Weise - beachten Sie Ihre Planungen und Wünsche für die Zukunft - stellen Sie Ihr Depot ganz individuell auf sich ein. Das ist dann in etwa eine optimale Kapitalanlage!

Und was beinhaltet dann ein "Markowitz"?
Nicht nur Aktien, sondern eben auch andere Anlageformen. Am Besten stellen Sie vielleicht gleich Ihren derzeitigen "Markowitz" zusammen:
Ich höre schon Ihre Einwendungen: "Welcher Normalsterbliche kann sich denn ein "Markowitz" leisten? Ich wäre froh, wenn ich mir ein Aktienpaket zulegen könnte! Und überhaupt, warum sollte ich nicht diesen sicheren Aktien-Gewinn in voller Höhe mitnehmen? ..."

Sie haben recht. Für Otto Normalverdiener ist es fast unmöglich.
Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass ich Sie mit meiner Liste gar nicht so sehr entmutigt habe.

Viele Bundesbürger haben Lebensversicherungen und Bausparverträge. Und das Sparbuch und / oder das Tagesgeldkonto gehört ja auch dazu! Wichtig wäre dabei nur, dass Sie diese Anlagen als ein Ganzes betrachten und insofern dann auch die Summen in eine Ausgewogenheit bringen.

Das andere Argument ist schon schwerwiegender.
Tja - warum sollte man - wenn man schon nicht so viel Geld anlegen kann - den sicheren Gewinn durch diese Splittung verkleinern? Die Antwort kennen Sie bereits. Weil der Aktien-Gewinn nie so sicher ist, wie man sich das erträumt. Wenn Sie mit Verlust verkaufen müssen, dann werden andere Träume und Planungen zerplatzen!

Eines sollten Sie aber auf gar keinen Fall tun, nämlich nur in ein Aktienpaket anlegen (siehe Aussage weiter oben). Dann wäre nämlich das Risiko überhaupt nicht gestreut!

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