25 November 2008
Börsenregel 13: Sichern Sie Ihr Depot durch einen Zeitzünder ab!
Überlisten Sie sich selbst!
Seit Tagen beschäftige ich mich gedanklich mit dem Text zu dieser Börsenregel. Mittlerweile glaube ich nämlich, dass ich als Aktionär und Autor eines Aktien-Einsteiger-Buches die Komponente "Menschliches Verhalten" total unterschätzt habe. Im Ratgeber selbst und im Gratis-Report ermutigte ich meine Leser, dass sie eine ehrliche Persönlichkeits-Selbst-Analyse durchführen sollen. Jeder - wirklich jeder, das ist meine Überzeugung -, der Aktionär werden möchte, sollte meines Erachtens nach bezüglich seiner Person wissen, mit wem er es da zu tun hat.
Und was soll ich sagen. Ich glaube fast, dass viele meiner Leser genau diese Kapitel überschlagen. Mein Rat wird mit einer abwinkenden Handbewegung und den Worten: "Ich weiß doch, wer ich bin!" abgetan.
Aber - können sie wirklich aus dem Stehgreif sagen, wie Sie "ticken"? Was Sie für ein Temperament haben? Ob Sie ein Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker oder Melancholiker sind - zumindest von dem her, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt - sowohl positiv als auch negativ und in Bezug auf Ihr Aktionärsdasein?
Unser ganzes Angebot an Emotionen kommt ja noch hinzu.
Welche Worte beschreiben Sie im Börsengeschäft?
Mit der Börsenregel Nr. 13 möchte ich noch eine Stufe weiter gehen. Ich habe den Eindruck, dass mein Rat in den jetzigen turbulenten Zeiten nicht greift - dass wir uns da selbst überlisten müssen, um bei hohen Wellen an der Börse nicht Schiffbruch zu erleiden.
Und wie soll das geschehen? Wir haben doch schon unser Immunsystem gestärkt - das muss doch reichen!
Nein, ich glaube nicht.
OK - was dann? Auch wenn ich viele "Ja, abers!" im Kopf habe, bin ich mittlerweile der Ansicht, dass man noch eine weitere Sicherung in sein Depot einbauen sollte. Jemand anderes schrieb da von einer "Reißleine"! Den Begriff finde ich toll, aber ich dachte so, dass mir eine Reißleine zu wenig ist.
Wenn ich Fallschirmspringer bin, dann stürze ich mich aus dem Flugzeug und ziehe irgendwann die Reißleine. Was beim Fallschirmspringen funktioniert, wird im Aktiengeschäft oft nicht praktiziert. Da wartet man mit dem Ziehen, bis man hart auf dem Boden aufschlägt. Deshalb plädiere ich für eine Reißleine, die schon im Flugzeug aktiviert werden muss. Und aus diesem Grund spreche ich lieber von einem Zeitzünder. Ein Zeitzünder wird nicht im Moment der Zündung eingestellt und aktiviert, sondern vorher - "lange" vorher. Ist die Zeit abgelaufen, geht die Bombe hoch. Der Sprengmeister ist aber an einem sicheren Ort.
Mit anderen Worten.
Installieren Sie schon beim Kauf für jedes Aktienpaket einen Zeitzünder. Ins börsianische übersetzt heißt dies soviel wie:
Sollte dann einmal diese Limit-Marke überschritten werden, geht Ihre Bombe hoch. Ihr eingesetztes Kapital ist aber in Sicherheit - es wurde Ihrem Konto gutgeschrieben! Sie haben sich erfolgreich überlistet und wahrscheinlich vor größeren Verlusten bewahrt. Wie heißt es so schön?
PS: Meistens wird eine Stop Loss Marke von etwa 15 bis maximal 20 Prozent empfohlen. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich dieses Thema ausführlicher behandeln!
Seit Tagen beschäftige ich mich gedanklich mit dem Text zu dieser Börsenregel. Mittlerweile glaube ich nämlich, dass ich als Aktionär und Autor eines Aktien-Einsteiger-Buches die Komponente "Menschliches Verhalten" total unterschätzt habe. Im Ratgeber selbst und im Gratis-Report ermutigte ich meine Leser, dass sie eine ehrliche Persönlichkeits-Selbst-Analyse durchführen sollen. Jeder - wirklich jeder, das ist meine Überzeugung -, der Aktionär werden möchte, sollte meines Erachtens nach bezüglich seiner Person wissen, mit wem er es da zu tun hat.
Und was soll ich sagen. Ich glaube fast, dass viele meiner Leser genau diese Kapitel überschlagen. Mein Rat wird mit einer abwinkenden Handbewegung und den Worten: "Ich weiß doch, wer ich bin!" abgetan.
Aber - können sie wirklich aus dem Stehgreif sagen, wie Sie "ticken"? Was Sie für ein Temperament haben? Ob Sie ein Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker oder Melancholiker sind - zumindest von dem her, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt - sowohl positiv als auch negativ und in Bezug auf Ihr Aktionärsdasein?
- Sind Sie oberflächlich, sehr optimistisch und stehen dadurch in der Gefahr ein Börsen-Spieler zu sein?
- Oder sind Sie unausgeglichen, aber furchtlos entschlossen?
- Ruhig - eventuell zu ruhig -, aber ordentlich ist auch so eine Kombination - bis hin zum misstrauischen, aber selbstbeherrschten Börsianer, der wahrscheinlich zu konservativ anlegt!
Unser ganzes Angebot an Emotionen kommt ja noch hinzu.
Welche Worte beschreiben Sie im Börsengeschäft?
- Sind Sie vernünftig - hoffnungsvoll - übermütig - euphorisch?
- Oder gierig - zweifelnd - ängstlich?
- Oder vielleicht sogar panisch - resignierend - akzeptierend - treu - verliebt - zornig - wütend - selbst betrügend - übersteigert selbstbewusst?
- Sehr schnell werden aus Hoffnungen falsche Hoffnungen - Hoffnungen, die alle Vernunft übersteigen!
- Eine anfängliche Bescheiden- und Genügsamkeit kann schleichend zu einer unersättlichen Gier werden!
- Auch die Verliebtheit in bestimmte Werte kann zur Gefahr werden - wenn Sie sich nämlich zu einer Treue bis in den Tod entwickelt!
- Auf der anderen Seite kann man auch sein ganzes Selbstvertrauen verlieren und dadurch unrealistisch ängstlich werden!
In meinem Ratgeber ermutige ich, dass die Leser ganz ehrlich über diese Dinge nachdenken, sich beurteilen und diesbezüglich mit einer durchdachten Aktien-Strategie = Stärkung des Immunsystems - das "Börsenfieber" vermeiden.
Mit der Börsenregel Nr. 13 möchte ich noch eine Stufe weiter gehen. Ich habe den Eindruck, dass mein Rat in den jetzigen turbulenten Zeiten nicht greift - dass wir uns da selbst überlisten müssen, um bei hohen Wellen an der Börse nicht Schiffbruch zu erleiden.
Und wie soll das geschehen? Wir haben doch schon unser Immunsystem gestärkt - das muss doch reichen!
Nein, ich glaube nicht.
- Selbst die Wahl von einigen Aktienpaketen mit risikoarmen Blue-Chips,
- noch die zweifache Risikostreuung,
- noch sehr gute Performance-Werte,
- noch hohe Dividenden und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 10, stellen eine ausreichende Stärkung des Börsen-Immunsystems dar.
OK - was dann? Auch wenn ich viele "Ja, abers!" im Kopf habe, bin ich mittlerweile der Ansicht, dass man noch eine weitere Sicherung in sein Depot einbauen sollte. Jemand anderes schrieb da von einer "Reißleine"! Den Begriff finde ich toll, aber ich dachte so, dass mir eine Reißleine zu wenig ist.
Wenn ich Fallschirmspringer bin, dann stürze ich mich aus dem Flugzeug und ziehe irgendwann die Reißleine. Was beim Fallschirmspringen funktioniert, wird im Aktiengeschäft oft nicht praktiziert. Da wartet man mit dem Ziehen, bis man hart auf dem Boden aufschlägt. Deshalb plädiere ich für eine Reißleine, die schon im Flugzeug aktiviert werden muss. Und aus diesem Grund spreche ich lieber von einem Zeitzünder. Ein Zeitzünder wird nicht im Moment der Zündung eingestellt und aktiviert, sondern vorher - "lange" vorher. Ist die Zeit abgelaufen, geht die Bombe hoch. Der Sprengmeister ist aber an einem sicheren Ort.
Mit anderen Worten.
Installieren Sie schon beim Kauf für jedes Aktienpaket einen Zeitzünder. Ins börsianische übersetzt heißt dies soviel wie:
- Setzen Sie schon beim Kauf eines Aktienpaketes ein Limit, das Stop Loss. Orientieren Sie sich dabei an den Kursschwankungen dieser Aktie und geben Sie zusätzlich ein wenig Spielraum nach unten - sonst wird das Aktienpaket eventuell gleich wieder verkauft.
- Und stellen Sie das Limit in regelmäßigen Zeitabständen immer wieder nach.
Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen!
PS: Meistens wird eine Stop Loss Marke von etwa 15 bis maximal 20 Prozent empfohlen. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich dieses Thema ausführlicher behandeln!
Labels: Aktien, Aktiendepot, Börsenregeln, Limit, Stop Loss
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