11 Februar 2010

 

Charttechnik - Trend-Kategorien und ihre Chart-Zeitrahmen und Chart-Zeitintervalle

Letzte Woche und vor 4 Wochen haben wir über die 3 Trend-Kategorien gesprochen. Heute möchte ich Ihnen zeigen, welcher Chart-Zeitrahmen und welche Chart-Zeitintervalle sich für welche Kategorie anbieten.

Nehmen Sie sich doch zunächst einen Moment Zeit und überlegen Sie mal, ob es Sinn macht, für einen Tertiärtrend einen Monatschart über 10 Jahre zu wählen?

O. K. - hier meine Empfehlungen:

Trend-Kategorie Chart-Zeitintervall Chart-Zeitrahmen
Primärtrend
- langfristig -
Monatschart mindestens 10 Jahre
Wochenchart 2 bis 5 Jahre
Sekundärtrend
- mittelfristig -
Wochenchart 1 bis 2 Jahre
Tageschart 1 Jahre
Tertiärtrend
- kurzfristig -
Tageschart bis 12 Monate

Labels: , , , , ,


04 Februar 2010

 

Charttechnik - Über- und untergeordnete Trend-Kategorien

Sie erinnern sich? Vor etwa 3 Wochen habe ich Ihnen die Trend-Kategorien vorgestellt. Es sind dies der Primärtrend, der Sekundärtrend und der Tertiärtrend. Diese Trends stehen in einem gewissen Verhältnis / einer Rangordnung zueinander.
In der Praxis heißt dies, dass, je länger der Primärtrend andauert, er einige Sekundärtrends und viele Tertiärtrends beinhalten kann.
Da der Sekundärtrend der übergeordnete Trend des Tertiärtrends ist, kann auch er Tertiärtrends beinhalten.

Folgende Grafik soll die Rangordnung der verschiedenen Trend-Kategorien verdeutlichen:


Legende:
PT = Primärtrend
ST = Sekundärtrend
TT = Tertiärtrend

Labels: , , , ,


28 Januar 2010

 

Charttechnik - Trend-Phasen des primären Abwärtstrends

Der Primär-Abwärts-Trend wird in drei Phasen unterteilt. Sie widerspiegeln das Kauf- und Verkaufs-Verhalten bestimmter Anlegergruppierungen:

Trendphasen des Abwärtstrends
Trendphase
Anlegerverhalten
Distributionsphase
"Auflösungsphase"
Profi-Investoren
verkaufen
Panikphase
Spekulanten
kaufen nach
-
"Aufwärts-Trend-Folger"
harren aus
Phase der
Hoffnungslosikkeit

Spekulanten
und "...-Folger"
verkaufen
-
Profi-Investoren
kaufen

Über die Zeitdauer solcher Phasen kann man keine Angaben machen!

Labels: , , , , ,


21 Januar 2010

 

Charttechnik - Trend-Phasen des primären Aufwärtstrends

Der Primär-Aufwärts-Trend wird in drei Phasen unterteilt. Sie widerspiegeln das Kauf- und Verkaufs-Verhalten bestimmter Anlegergruppierungen:

Trendphasen des Aufwärtstrends
Trendphase
Anlegerverhalten
Akkumulationsphase
"Anhäufungsphase"
Profi-Investoren
kaufen
Phase der öffentlichen
Beteiligung

Trend-Folger
kaufen
Distributionsphase
"Auflösungsphase"
Profi-Investoren
verkaufen
-
Spekulanten
kaufen

Über die Zeitdauer solcher Phasen kann man keine Angaben machen!

Labels: , , , , ,


17 Januar 2010

 

Charttechnik - Der Trend - Trend-Kategorien

In der Charttechnik spricht man von drei Trend-Kategorien, die jeweils zwei Angaben beinhalten:
Trend-Kategorien
Trend-Wichtigkeit Trend-Dauer
Primärtrend =
Haupttrend =
langfristiger Trend
6 Monate bis
mehrere Jahre
Sekundärtrend =
Zwischentrend =
mittelfristiger Trend
3 Wochen bis
6 Monate
Tertiärtrend =
Nebentrend =
kurzfristiger Trend
bis 3 Wochen

Labels: , , ,


07 Januar 2010

 

Charttechnik - Der Trend - Trend-Richtungen

"Der Trend ist der Freund der Aktionäre!" besagt eine Börsenweisheit. Deshalb sollte kein Aktionär diese Freundschaft leichtsinnig aufs Spiel setzen.
In den nächsten Chartanalyse-Charttechnik-Blog-Beiträgen wollen wir deshalb den Trend etwas näher kennenlernen. Heute geht es um die Trend-Richtungen.

Die 3 Trend-Richtungen
  1. Der Aufwärtstrend
    Aktionäre freuen sich, wenn die Kurse steigen. Dann spricht man von einem Aufwärtstrend.

  2. Der Abwärtstrend
    Das Gegenteil davon ist der Abwärtstrend. Die Kurse fallen.

  3. Der Seitwärtstrend
    Manchmal bleiben die Kurse in etwa gleich. Dann ist von einem Seitwärtstrend die Rede.
Erwähnen möchte ich noch die Trendwende. Sie markiert eine Kurs-Änderung in eine andere Richtung.


Legende:
TW = Trendwende

Labels: , , ,


02 Dezember 2008

 

Börsenregeln - Zusammenfassung und Abschluss

Die vielen "Wenns" und "Abers"!

Erinnern Sie sich noch? Börsenregeln sind für mich die Gehhilfen der Aktionäre!
Heute möchte ich meine Börsenregeln-Reihe zum Abschluss bringen. 14 waren es an der Zahl - in 10 Börsengebote möchte ich sie zusammenfassen und nochmals neu formulieren:

1. Gebot:
Lieben Sie Ihr sauer verdientes Geld!
Sie dürfen diese Liebe auf gar keinen Fall mit irgendeinem Aktienpaket teilen!


2. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld dürfen Sie nur mit dem Kapital spekulieren, das Sie übrig haben!

3. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie nicht nur mit Aktien Kapital ansparen!

4. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld müssen Sie Ihr Aktien-Kapital in mindesten 4, besser 6 verschiedene Aktienpakete streuen!

5. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie nur in eine Aktiengesellschaft investieren, die Sie auch kennen!

6. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie Ihre Freundschaft mit dem Trend pflegen!

7. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie nur mit einer gut ausgearbeiteten Strategie spekulieren und ständig an deren Optimierung arbeiten!

8. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie aus Ihren Anlagefehlern lernen!

9. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld müssen Sie immer daran denken, dass die Börse unberechenbar ist!

10. Gebot: Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld sollten Sie Ihre Aktien nur limitiert kaufen und / oder verkaufen!

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte Ihnen keine Liebe zum Mammon Geld predigen. Ich möchte nur, dass Sie bei Ihren Investitionen immer daran denken, wie hart Sie dafür gearbeitet haben. Es wäre doch jammerschade, wenn Sie es danach einfach nur verspielen. Aus Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld dürfen Sie dies auf gar keinen Fall tun. Es hat Besseres verdient!

Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass ich von "dürfen - müssen - sollten" spreche. Das habe ich absichtlich getan.

Wenn ich im 1. Gebot sage, dass Sie Ihre Liebe zu Ihrem sauer verdienten Geld auf gar keinen Fall mit irgendeinem Aktienpaket teilen dürfen, dann möchte ich Sie damit zu einer Treue gegenüber Ihren Ersparnissen ermutigen. Es spart sich nicht so leicht wie die Ersparnisse durch einen Seitensprung mit einem Aktienpaket verloren gehen!

Auch im 2. Gebot geht es ums Dürfen. Lassen Sie sich niemals zum Spekulieren auf Kredit oder mit Kapital, das Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen, überreden. Zum Spekulieren müssen Sie Geld haben, das übrig ist. Betrachten Sie es als "nicht vorhandenes Kapital" - was Sie auf gar keinen Fall mit verlorenem Kapital gleichsetzen dürfen. Es ist einfach bis zu einem von Ihnen bestimmten Zeitpunkt, der nicht im Voraus festgelegt wird, unantastbar.

Im 4. und 9. Gebot verwende ich das ungeliebte Wort "müssen". Gewisse Dinge müssen sein - aber müssen zu müssen ist heutzutage etwas ganz Entsetzliches. Trotzdem - wenn Sie Ihr Risiko nicht streuen - dann werden Sie früher oder später zu den Verlierern an der Börse gehören. Risikostreuung ist einfach ein muss!
Und wer aufgrund einiger Erfolge plötzlich meint, die Börse im Griff zu haben, der wird sehr bald das Gegenteil zu spüren bekommen. Sie müssen fest davon überzeugt sein, dass die Börse unberechenbar ist - trotz durchdachter Strategie - trotz aller Erfolge!

Sechs Mal bin ich etwas gemäßigter, indem ich Ihnen nahelege, dass Sie dies oder jenes tun sollten:
Vielleicht dachten Sie so beim Lesen, dass da so manches sollte, in ein Müssen umgewandelt werden sollte. Das dürfen Sie für sich gerne so handhaben. Ich war da ein wenig gemäßigter.

Es gibt genug Menschen, für die es ein entweder - oder nicht gibt. Entweder sie legen Ihre Ersparnisse in Aktien an, oder sie wählen eine andere Form der Kapitalanlage. Mehr ist nicht da. Entweder - oder! Solche Menschen sind auch der Überzeugung, dass es schlussendlich egal ist, ob sie nun dieses Aktien-Geld verlieren, oder auch nicht! Sie werden dadurch nicht reicher und auch nicht ärmer. Ich habe dafür Verständnis, womit ich natürlich nicht sagen möchte, dass ich eine solche Vorgehensweise auch gut finde.

Beim 5. Gebot stellt sich die Frage, wann ich eine Aktiengesellschaft kenne? Wie viel muss ich über sie wissen, um von Kennen reden zu können? Sind einige fundamentale Daten genug? Zumindest bei einer großen Aktiengesellschaft? ...

Auch mit der Freundschaft zum Trend kann man es übertreiben. Sind da komplizierte Chartanalysen Pflicht? Oder kann man diese Freundschaft auch oberflächlicher ausleben?

Strategien gibt es wie Sand am Meer - aber: Es gibt trotzdem keine Strategie der Strategien. Das muss uns demütig stimmen. Für manche ist ihre Strategie die einzig Wahre und Reich-Machende. Das ist aber nur eine Einbildung!
Setzen Sie für sich eine gut ausgearbeitete Strategie um und haben Sie Mut zur Optimierung derselben. Dieser zweite Teil des 6. Gebotes ist fast noch wichtiger als die erste Aufforderung. Mut zur Optimierung hat nicht jeder - viele empfinden dies als Eingeständnis eines bösen Fehlers!

Stimmen Sie mit mir überein, wenn ich behaupte, dass das 8. Gebot ein "muss" sein sollte? Dann brauche ich ja weiter nichts dazu zu sagen!

Beim 10. Gebot könnte man wieder streiten. Aktiengesellschaft ist nicht gleich Aktiengesellschaft. Da gibt es den breiten Markt - aber auch den engen Markt. Große Marktkapitalisierung und ... Dennoch neige ich dazu, in meine Strategie auch eine Limitierung einzubauen. Das wird wohl meine nächste Optimierung sein. Zuvor möchte ich aber noch einige Auswertungen machen ... womit wir wieder beim 7. Gebot wären!

Waren das nun alle Börsenregeln? Nein, ganz bestimmt nicht! Aber irgendwann muss auch Schluss sein. Für mich sind dies die wichtigsten Regeln. Sie dürfen diese gerne für sich übernehmen - Sie dürfen Sie auch gerne erweitern ...

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Gehhilfen auf dem Börsenparkett!

Labels: , , , ,


03 November 2008

 

Börsenregel 8: "Greifen Sie nie in ein fallendes Messer!"

Der Trend will Ihr Freund sein!

Diese Börsenregel erinnert mich an ein dummes Spiel aus meiner Jugendzeit.

Damals flimmerten noch viele Western über die Mattscheibe. Faszinierend war immer, wenn Matt Dillon in "Rauchende Colts" schneller zog als irgendein berühmter Revolverheld. Breitbeinig standen sich beide gegenüber - die Sonne brannte vom Himmel herunter - ein Pflanzenknäuel wurde vom Wind über die Straße gerollt - die Menschen hatten sich in die Häuser verkrochen - beide hatten Schweißperlen auf der Stirn (der Böse mehr) und die Musik untermalte das ganze Szenario noch dementsprechend. Die Spannung stieg - die Colts wurden gezogen - der Böse fiel tot um - die Gerechtigkeit hatte gesiegt!

Wir kamen damals auf die dumme Idee, ein Messer in die Mitte des Tisches zu legen und in einem bestimmten Augenblick nach ihm zu greifen. So zogen wir den Colt! Bis - ja bis ein junger Mann nicht nach dem Griff des Messers fasste, sondern nach der Schneide. Sie können sich sicherlich gut vorstellen, was damals passierte. Glücklicherweise ging es aber nicht ganz so schlimm aus, wie wir zunächst vermuteten.

Ich denke, dass dieses Beispiel die möglichen Folgen der Nichtbeachtung der Börsenregel sehr deutlich macht. Wer in ein fallendes Messer greift, kann sehr leicht den Griff verfehlen und an der Schneide zupacken. Hinzu kommt noch, dass er automatisch fester als gewöhnlich danach greift und sich damit umso mehr verletzt.

Auf Aktien angewandt bedeutet dies:

Kaufe nie eine Aktie, deren Kurs stark fällt!

Vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen. Sie beobachteten, wie eine Aktie fiel und fiel. Irgendwann stellte sich bei Ihnen das Gefühl ein - vielleicht weil sich der Kurs gerade etwas gefangen hatte -, dass eine Trendwende bevorstand. Und Sie vertrauten diesem Gefühl - und Sie schlugen mit einem netten Sümmchen zu. Innerlich stolz träumten Sie vom großen Reichtum, weil Sie den optimalen Kauf-Zeitpunkt erkannt hatten.

Es dauerte gar nicht lange, da platzte dieser Traum. Ihr Gefühl - oder der besondere Tipp, oder was auch immer - hatte Sie getäuscht. Die Aktie fiel weiter und weiter - Ihre Verluste wurden größer und größer ...

Lassen Sie uns auf das fallende Messer zurückkommen.
Irgendwann wird das Messer am Boden angelangen und dort stecken bleiben.
STOPP! Auch das ist nicht der richtige Kauf-Zeitpunkt! Theoretisch schon, aber was beim Messer klar zu erkennen ist - bei einer fallenden Aktie ist die Bestimmung dieses Zeitpunktes reine Glückssache!

OK - das Messer steckt also gerade in der Erde. Ich bücke mich und ziehe es heraus, um es wieder in die Schutzhülle zu stecken. Dieses Vorhaben ist nicht sofort ersichtlich. Ich könnte stattdessen auch noch ein wenig am Boden herumkratzen ...

Was will ich damit sagen?
So erzielen Sie Gewinne!
So vermeiden Sie Verluste!
Und so bewahrheitet sich zudem einmal mehr,
dass der Trend Ihr Freund ist!

Labels: , , ,


01 November 2008

 

Börsenregel 7: "Halten Sie sich an den Trend - er ist Ihr Freund!"

Trendy sein kann ganz schön teuer sein!

Es ist gut möglich, dass Sie gerade umdenken müssen!
Bisher haben Sie zum Trend eher ein zwiespältiges Verhältnis. Ja, er war und ist eigentlich Ihr Freund - in gewisser Weise Ihre "große Liebe"! Aber eben nur "eigentlich"! Diese Freundschaft ist nämlich gleichzeitig auch eine Feindschaft. Wenn er könnte, so würde Ihr Geldbeutel dem Trend den Krieg erklären. Aber das geht ja nicht! Also bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als weiterhin diese Hassliebe zu pflegen. Ja, Sie lieben es, trendy zu sein. Aber Sie hassen den überdurchschnittlich hohen Preis für diese Liebe. Die Freundschaft zum Modetrend muss teuer bezahlt werden!

Und warum sollte das bei Aktien anders sein? Warum sollte hierbei der Trend ein wirklicher Freund sein - eine echte Freundschaft beinhalten? Warum sollte Sie ausgerechnet diese Freundschaft nicht auch teuer zu stehen kommen?

Vielleicht denkt der eine oder andere Leser, dass die Trendfreundschaft so manches Mal auch ganz schön teuer sein kann. Dem stimme ich nicht zu. Meines Erachtens nach zeugt dieser Umstand von einer einseitigen Freundschaft. Lassen Sie mich das so erklären:
Der Trend ist also Ihr Freund - und Sie sind der Freund des Trends. So sieht normalerweise eine Freundschaft aus! Sie betrifft beide Seiten - sie beruht auf Gegenseitigkeit!

Damit es so bleibt, muss die Freundschaft aber gepflegt werden.
Der Trend kommt dieser Anforderung ganz automatisch nach. Tag für Tag liefert er seine Zahlen und buhlt um Ihre Gunst.
Aber wie ist es mit Ihrer Zuneigung? Kümmern Sie sich um den Trend? Pflegen Sie Ihre Freundschaft zu ihm?
Wenn Sie diese Frage mit "Nein" beantworten, dann kann Sie die "Freundschaft" zum Trend tatsächlich teuer zu stehen kommen!

Natürlich ist auf der anderen Seite auch klar, dass der Trend unberechenbar ist. Selbst wenn man seine Freundschaft zu ihm pflegt, kann er einen doch so manches Mal gewaltig überraschen. Wahrscheinlich will er damit nur seine Beziehung zu Ihnen etwas beleben! Und Hand aufs Herz: Teuer muss die Freundschaft dennoch nicht sein! Auch wenn Sie etwas Geld verlieren, so waren Sie doch schon längere Zeit beim Aufwärtstrend mit dabei und haben von daher mit Sicherheit Gewinne erzielt.

Wie ich das meine? Ein kleines Beispiel soll Ihnen das verdeutlichen:
  1. Nehmen wir einmal an, dass man im Nachhinein sagen kann, dass Aktie "XY" bei einem Kurs von 100 € einen Trendwechsel vollzog.
  2. Natürlich konnten Sie das damals nicht riechen. Sie hatten den Trend beobachtet und sich beim Kurs von 105 € gesagt, dass es bei dieser Aktie zum Trendwechsel gekommen ist und sie sich im Aufwärtstrend befindet.
  3. Daraufhin kauften Sie Aktien von "XY".
  4. Der Trend bestätigte sich weiterhin - die Aktie "XY" stieg über einen längeren Zeitraum auf - 107 - 110 - 113 - 116 - 121 - 125 - 130 €.
  5. Plötzlich hatte Ihr "Freund" von dieser Richtung genug und vollzog einen Trendwechsel nach unten. Im Nachhinein konnte man diesen beginnenden Abwärtstrend bei einem Kurs von 130 € festnageln.
  6. Sie hatten das erst bei einem Kurs von 125 € realisiert und die Aktien verkauft.
Hätten Sie die Zahlen vorher gewusst, so hätten Sie pro Aktie einen Gewinn von 30 € einstecken können. Aber ein solches Wissen ist Zufall oder reine Glückssache. Sie hatten bei 105 € gekauft und bei 125 € verkauft.

Ihr Gewinn pro Aktie belief sich also nicht auf 30 €, sondern auf "nur" 20 €! Dennoch war der Trend Ihr Freund, denn in seiner Freundschaft hatte er Ihnen zu einer saftigen Rendite verholfen!

Aber wie können Sie nun Ihre Freundschaft zum Trend pflegen?
Indem Sie sich um ihn kümmern - im Sinne von beobachten!

Vielleicht "predige" ich gerade über Ihre Köpfe hinweg. Deshalb möchte ich die grundlegenden Begriffe mit einfachen Worten erklären:
Wenn es nun darum geht, dass der Trend Ihr Freund ist, dann sollten Sie sich so verhalten, dass ein sich abzeichnender Aufwärtstrend dazu genutzt wird, Aktien zu kaufen. Und wenn ein Abwärtstrend erkennbar ist, sollten die Aktien schleunigst verkauft werden.

Nehmen Sie also die Witterung des Trends auf - kommen Sie ihm auf die Schliche - lassen Sie sich nicht von ihm an der Nase herumführen! Und beachten Sie vor allen Dingen die Begriffe "abzeichnen - erkennbar ist". Sie sollten nur auf Trends reagieren, die deutlich erkennbar sind!

Es gibt noch eine andere Börsenregel, die im Grunde genommen das Gleiche auf andere Art und Weise zum Ausdruck bringt. Sie lautet:

Gewinne laufen lassen - Verluste begrenzen!

Für Sie heißt dies:
Lassen Sie Ihre Gewinne im Aufwärtstrend laufen. Sobald sich aber ein Abwärtstrend abzeichnet, müssen Sie Ihre Verluste begrenzen, indem Sie sich von diesen Aktien trennen!

PS: Über Trends werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher schreiben!

Labels: , ,


14 Oktober 2008

 

Börsenregel 2: "Spekulieren Sie NIEMALS mit Brauch-Geld!"

Auch das ist keine Empfehlung sondern ein Befehl!

Vergangene Woche rutschte mir das Herz immer weiter in die Hose. Täglich ging es mit der Börse bergab - stetig - unaufhaltsam - ohne einen Endpunkt zu signalisieren.

Dann kam das Wochenende mit seinen Krisenbewältigungsmaßnahmen und Bankenrettungspaketen.

Und gestern? Gestern kam es an der Börse zu einem Kursfeuerwerk. Die Hoffnung lebte wieder auf. Ob dies nun allerdings schon der Beginn des ersehnten Aufwärtstrends ist, wird sich zeigen.

Sicher ist aber, dass die aufkeimende Hoffnung Früchte tragen wird.
Bei der vorausgegangenen Panik waren die Früchte die, dass Wertpapiere in Massen verkauft wurden. Man wollte retten, was noch zu retten war.
Nun wird sich - zumindest so nach und nach - das Blatt wieder wenden. Jetzt liegt wieder der Geruch des schnellen Geldes in der Luft und Top-Tipps werden die Runde machen.

Ich kann gut verstehen, dass gerade nicht sehr betuchte Menschen diese Witterung aufnehmen, ihr Ohr den Top-Tipp-Flüsterungen zuneigen und beginnen, an ihr Glück zu glauben. Warum sollten sie denn nicht todsichere Gewinne mitnehmen?

Allerdings gibt es da ein kleines Problem - die Kohle - das Geld - die finanziellen Mittel. Sind gar keine da, steht man plötzlich in der Gefahr, einen Kredit aufzunehmen.
Das sollte auf gar keinen Fall getan werden!

Aber es gibt auch Menschen, die für irgendeine Anschaffung, die kurzfristig getätigt werden muss, Geld zur Seite gelegt haben. Warum also die verbleibende Zeit nicht dazu nutzen, satte Gewinne abzuschöpfen? Wenn, dann sollte man doch jetzt kaufen? Nächste Woche ist es eventuell schon zu spät - der Zug der großen Renditen abgefahren! Und überhaupt - warum sollten nur die Großaktionäre noch reicher werden? Ich / wir können das Geld viel besser gebrauchen!

Lassen Sie die Finger davon - befolgen Sie die oben genannte Börsenregel. Niemand von uns kann im Voraus sagen, ob Ihre Rechnung aufgeht. Sicher - manche hatten Glück - haben gewonnen - die anderen Male, als sie verloren, verschweigen sie natürlich!

Spekulieren Sie deshalb NIEMALS mit Brauch-Geld! Dabei ist es auch völlig egal, ob Sie dieses Geld kurzfristig wieder benötigen oder einfach nur anderswo für irgendetwas brauchen. Sobald Sie für Spekulationen irgendwelches "BRAUCH-GELD" antasten müssen, sollten / müssen Sie die Finger davon lassen! Es steht in den Sternen, zu welchem Kurs Sie die Wertpapiere am Tag X verkaufen können!

Fazit:
Nur ein Maulheld verleitet zum Spekulieren mit Brauch-Geld!
Falls Sie dabei verlieren die Börsenregel aus dem Blickfeld,
werden Sie zahlen das Lehrgeld!

Labels: , , , , ,


07 Oktober 2008

 

Die Aufgabe von Börsenregeln

Börsenregeln sind die Gehhilfen der Aktionäre!

In meinen letzten zwei Posts bin ich jeweils auf eine Börsenregel zu sprechen gekommen. Sie erinnern sich - da war von
die Rede.

Na ja - beides sind Regeln, die im Moment sehr schwer zu interpretieren sind. Ist der derzeitige Trend wirklich noch ein Freund und kann man in dieser mehr als turbulenten Phase noch die Ruhe bewahren?

Im Fernsehen wurde von verschiedenen Seiten her dazu aufgefordert, aufgrund der Bankenkrise nicht die Sparkonten zu plündern. Das hätte fürchterliche Folgen. Davon bin ich überzeugt!
Genauso überzeugt bin ich aber auch davon, dass Panikverkäufe von Aktien auch nicht spurlos am Börsengeschehen vorbeigehen!

In der Presse wurde vergangene Woche von Warren Buffet berichtet. Er - als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt - rät zum Einstieg und ging mit gutem Beispiel voran. Sollen wir es ihm gleichtun? ...


In nächster Zeit möchte ich über weitere Börsenregeln / Anlageregeln schreiben und sie ein wenig kommentieren. Heute beginne ich allerdings damit, ein paar grundlegende Gedanken zu Börsenregeln zu äußern.

Man kann es nicht oft genug sagen. Ob beim Zusammenleben innerhalb der Familie, ob als Bevölkerung eines Staates, ob als Glieder in der Weltgemeinschaft - der Mensch, die Menschheit benötigt Regeln!

Natürlich gilt dies nicht nur für ein gesellschaftliches und völkisches Miteinander, sondern auch auf anderen Gebieten. Bauern haben ihre Berufs-Regeln - die Bauernregeln - für die Benutzung von verschiedenen öffentlichen Angeboten gibt es Regeln - oft als Ordnungen deklariert - in Bayern gibt es Weißwurst-Essens-Regeln - von der Bestellzahl über Weißbier, Brez'n, Senf und Sauerkraut - ...

Dabei muss man natürlich oft unterscheiden, ob diese Regeln nun Gesetze oder Empfehlungen darstellen. Gesetze sind oft Regeln ohne Ausnahme, die es "strengstens" zu befolgen gilt - Empfehlungen sollte man gründlich überdenken und eine Entscheidung treffen - normalerweise im Sinne der Regel, aber Ausnahmen können eine Regel auch bestätigen!

Und die Börsenregeln - was genau verbirgt sich hinter ihnen?
Wir Menschen sind in manchen Situation sonderbar gestrickt. Da hat man sich über Jahrzehnte eine Regel eingeprägt - hinter der man steht - die man für gut erachtet - die man auf alle Fälle befolgen möchte - die eigentlich ein persönliches Gesetz geworden ist - und plötzlich tritt eine Lebens-Situation ein, die einen diese Regel innerhalb weniger Stunden über den Haufen werfen lässt. Andere - und ich hoffe, dass diese die Mehrheit bilden, erfahren in solchen Lagen, dass ihre Regel ihnen hilft, die Situation gemäß der Regel zu meistern. Was wäre aber, wenn das Regelwerk nicht vorhanden gewesen wäre? Ich bin überzeugt, dass wir ohne Regeln viel schneller falsche Entscheidungen treffen.

Deshalb vergleiche ich Regeln sehr gerne mit "Gehhilfen". Auch - oder gerade - lebenserfahrene Menschen benötigen im täglichen Leben oft eine Gehhilfe. Gut - diese mag ihnen so manches Mal lästig sein, aber sicherlich überwiegt doch die Dankbarkeit, dass es so etwas überhaupt gibt. Der alternde Mensch bekommt damit eine Hilfe an die Hand, die er ganz bestimmt, insbesondere in schwierigen Situationen zu schätzen weiß.

Börsenregeln sind für mich die Gehhilfen auf dem ar...glatten Börsenparkett. Börsianer haben Gesetzmäßigkeiten, die sie beobachtet oder analysiert haben, in knappe Formeln gepackt. Dabei geht es nicht nur um Dinge, die jeder sieht, nein, sehr oft werden hier komplizierte und umfassende Zusammenhänge in einfache Worte gefasst.

Und wie sollten wir nun mit diesen Gehhilfen umgehen?
Fazit:
Die Börse werden wir mit diesen Regeln nicht in den Griff bekommen!
Eine Börsenweisheit sagt nämlich zu Recht: "Der Markt hat immer recht."

Labels: , , , ,


30 September 2008

 

Aktien - Börsenregel zum Trend

Oder: "Der Trend ist Dein Freund!" - auch der Abwärtstrend?!

In meinem Briefkasten verirrt sich so manches Börsenbrief-Abonnementsangebot. Liest man die Headlines, so ergeben sich aus den Anlage-Prophetien die unterschiedlichsten Börsenstrategien. Da ist alles dabei
Und wissen Sie was?
Der Inhalt irgendeines Börsenbriefes - vielleicht sogar mehrerer Briefe - wird sich als absolute Wahrheit erweisen!

Warum erzähle ich Ihnen das?
In meinem Börsenlexikon gebe ich zum Trend den nicht ganz ernst gemeinten Rat, diesem doch ein wenig nachzuhelfen - einen Trendwechsel zu provozieren und behaupte mit einem Augenzwinkern, dass man durch kollektives Handeln eine Trendwende herbeiführen kann.
So manche in Börsen-Magazinen veröffentlichte Trend-Prophetie hat sich erfüllt, weil die Leser durch ihr Handeln dafür gesorgt haben!

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, die derzeitige Aktienmarkt-Situation zu nützen. Es wird ja schließlich wieder einen Seitwärts- und / oder Aufwärtstrend geben. Warum nicht die Zeit bis dahin nützen und die zukünftige Anlagestrategie neu überdenken?

Und da möchte ich heute einfach einmal ein wenig Werbung in eigener Sache machen. Ich habe nämlich auch ein Buch veröffentlicht ("Aktien - Vermögen für Otto Normalverdiener - 7 Schritte zur kapitalen Geldvermehrung"), nach dessen Lektüre Sie gelernt haben, selbstständig entscheiden zu können, welche Aktien Sie kaufen sollten. Dieses Werk
Einer meiner Leser, Herr Reimund Bertrams aus Bergkamen, schrieb:
"Wie immer Sie über dieses Thema denken: Bilden Sie sich kein Urteil, bevor Sie dieses einzigartige Buch gelesen haben! Verfasst von einem Kleinanleger für Kleinanleger, wird hier eine wirklich sichere und erprobte »Anlage-Strategie für jedermann« beschrieben. Alles leicht verständlich und problemlos nachvollziehbar. Endlich können auch Sie als Otto Normalverdiener ein Vermögen machen. Dieses Buch wird die beste Investition Ihres Lebens sein!"

Nutzen Sie die Zeit bis zu Ihrem nächsten persönlichen "Investitionstrend" mit der Lektüre dieses Werkes. Sie werden dadurch für Ihre Zukunft als Aktionär gut gewappnet sein!

Labels: , , , ,


This page is powered by Blogger. Isn't yours?

Abonnieren Posts [Atom]